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pte20000615013 in Forschung

Weltgrößter Teilchenbeschleuniger nimmt Arbeit auf

Detaillierte Studie des Quark-Gluonen-Plasmas soll möglich werden


New York (pte013/15.06.2000/10:45)

Amerikanische Wissenschaftler haben ihre Experimente mit dem so genannten Relativistic Heavy Ion Collider (RHIC), dem neuesten und größten Teilchenbeschleuniger, begonnen. http://www.rhic.bnl.gov Mit RHIC werden die Kerne von Goldatomen zertrümmert, um hinter die Geheimnisse der Entstehung von Materie zu kommen. Ziel ist es, die Bedingungen des frühen Universums wiederherzustellen.

Die während der Experimente gewonnenen Daten dienen der Erforschung von Quarks und Gluonen, die ihrerseits Protonen und Neuronen bilden. Der RHIC konnte seine Arbeit erst nach einer Publicity-Kampagne aufnehmen, die der lokalen Bevölkerung garantierte, dass weder Sicherheitsprobleme noch "schwarze Löcher" zu befürchten seien.

Die extrem hohe Temperatur und Dichte, die bei den Kollisionen erreicht werden, sollen für einen flüchtigen Moment Quarks und Gluonen in einem suppenähnlichen Plasma freisetzen. Dabei soll es sich um jenen Zustand der Materie handeln, wie er ganz kurz nach dem großen Knall geherrscht hat. Die Wissenschaftler des US Department of Energy's Brookhaven National Laboratory erklären, dass bereits die ersten Versuche faszinierende Bilder von Partikeln, die vom Kollisionspunkt wegstreben, ermöglicht hätten. Laut Satoshi Ozaki wurden die spektakulärsten subatomaren Kollisionen entdeckt, die je von der Menschheit beobachtet wurden. Eine neue Ära der Erforschung der nuklearen Materie sei angebrochen.

Detaillierte Untersuchungen des Quark-Gluonen-Plasmas in Hinblick auf Temperatur, Energie, Partikeldichte und Entropie sollen eine Erklärung des Ursprungs von Protonen, Neutronen und anderen Elementarteilchen ermöglichen. Der RHIC besteht aus zwei Beschleunigerringen, die über einen Durchmesser von je 3,9 Kilometern verfügen und aus 1.740 superleitenden Magneten bestehen. Diese Magneten leiten Goldionen in entgegengesetzter Richtung um die Ringe. Die Ionen bewegen sich dabei mit einer Geschwindigkeit, die 99,995 Prozent der Lichtgeschwindigkeit beträgt. Die Kollision findet dann an den Punkten statt, wo sich die Ringe kreuzen. Für einen Sekundenbruchteil erreichen die kollidierenden Ionen Temperaturen, die hundertausendfach höher sind als im Kern der Sonne, die Ionen schmelzen in ihre Bestandteile Quarks und Gluonen. (bbcnews) (Ende)
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