pte20000506007 in Forschung
Weitere Brückensperren in Österreich wahrscheinlich
Asfinag lässt 50 Brücken überprüfen
Wien (pte007/06.05.2000/11:02)
Nach der Sperre der einsturzgefährdeten Westautobahnbrücke bei Mondsee sind weitere Brückensperren in Österreich wahrscheinlich. Laut Asfinag http://www.asfinag.at besteht bei rund 20 Autobahn- und Schnellstraßenbrücken österreichweit der Verdacht, dass sie aus dem gleichen Spannstahl errichtet worden sind wie die Russbachbrücke bei Mondsee. Experten schätzen, dass es sich um insgesamt 50 Brücken aus dem Zeitraum 1958 bis 1970 handelt, bei denen der vom mittlerweile geschlossenen deutschen Hüttenwerk Rheinhausen (Krupp-Gruppe) erzeugte Spannstahl Sigma Oval 40 eingesetzt wurde.Das Wirtschaftsblatt http://ww.wirtschaftsblatt.at berichtet in seiner Samstagsausgabe bezugnehmend auf Aussagen der Afinag, dass seit gestern auch Bundes- und Landesstraßenbrücken überprüft werden. Bis Mittwoch müssten die Landesregierungen die alten Brückenpläne durchforsten. Dann werde entschieden, welche Brücken aus Sicherheitsgründen gesperrt werden sollen.
Roderich Regler, Verkehrspolitik-Chef der WKÖ http://www.wk.or.at kritisiert die Asfinag: "Aus falschem Spareifer lässt man sich in Österreich mit Straßenreparaturen viel zu lange Zeit. Der Einsturz der Innbrücke vor einigen Jahren bei Kufstein hätte Warnung genug sein müssen, alle alten Brücken zu warten. Dann wäre die Akutsperre der gesamten Westautobahn jetzt nicht notwendig gewesen". Der wirtschaftliche Schaden durch allfällige Sperren und Sanierungen sei noch nicht absehbar. (wirtschaftsblatt) (Ende)
| Aussender: | pressetext.austria |
| Ansprechpartner: | el |
| Tel.: | 01/8104530 |
| E-Mail: | redaktion@pressetext.at |
| Website: | pressetext.at |
