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Weihnachtsmann vs. Christkind: Wer bringt die Geschenke an Weihnachten?

Von den Unterschieden in deutscher Weihnachtstradition


Metzingen (pts007/21.12.2016/09:00) Eigentlich sollte man meinen, an Weihnachten ist alles gleich: Tannenbaum, Familienessen, Krippenspiel, Weihnachtslieder, Geschenke und Ähnliches gibt es wohl in jedem Haus. Doch gerade die Frage, wer die Geschenke überbringt, markiert einen eklatanten Unterschied innerhalb der deutschen Weihnachtstradition.

Manche glauben daran, dass der Weihnachtsmann die Kinder beschenkt, andere nennen das Christkind. Betrachtet man diese Trennung näher, scheint sie eher geografischer und religiöser Natur zu sein. In West-, Südwest- und Süddeutschland ist der Glaube an das Christkind wesentlich verbreiteter als im Rest der Bundesrepublik - dort spielt der Weihnachtsmann eine viel größere Rolle.

Reformation des Schenkens

Der Glaube an das Christkind setzte sich im Zuge der Reformation durch. Früher brachte der heilige St. Nikolaus den Kindern Geschenke, doch nach der Abkehr von der Heiligenverehrung durch den Protestantismus war Ersatz gefragt. Von nun an sollte der "heilige Christ" die Gaben in die Häuser bringen. Dieses Christkind wird zumeist als engelähnliche Figur dargestellt, teilweise auch als kleines Mädchen. Natürlich brachte in jenen Regionen, die katholisch blieben, noch immer der Nikolaus die Geschenke.

Doch auch diese Konstellation blieb nicht von Dauer. Im Verlauf der Jahrhunderte wanderte der Glaube ans Christkind eher gen Süden ab und im Norden wurde der Nikolaus allmählich vom Weihnachtsmann abgelöst.

Ein neuer Player

Der Weihnachtsmann entwickelte sich im Volksglauben als eine Art Synthese aus dem heiligen Nikolaus und dem strafenden Knecht Ruprecht. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Weihnachtsmann vermehrt in roten Roben dargestellt. Die berühmte Werbung von Coca Cola machte das Bild von Santa in Rot endgültig salonfähig und verbreitete es auf der ganzen Welt.

Ob man nun das Christkind oder den Weihnachtsmann bevorzugt, spielt im Prinzip keine Rolle. Solange die Kinder am Heiligabend bei der Bescherung glücklich sind und ihr Weihnachtsfest in familiärer Tradition feiern können, ist alles so, wie es sein sollte.

(Ende)
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