Wasserstofftank der Zukunft ist Festkörper
Experten des Wissenschaftsinstituts Tokio speichern energiereiches Gas in Magnesiumhydrid
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So wird Wasserstoff gespeichert und abgegeben (Illustration: isct.ac.jp/en)
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Tokio (pte004/22.09.2025/06:15)
Forscher des Wissenschaftsinstituts Tokio machen Magnesiumhydrid (MgH2) als idealen Speicher für Wasserstoff nutzbar. Sie haben den Festkörper so modifiziert, dass er sich beispielsweise als Vorratsbehälter für E-Autos nutzen lässt, deren Motoren von Brennstoffzellen mit Strom versorgt werden. Die Experten haben die Temperatur, die zum Be- und -Entladen des Speichers mit Wasserstoff nötig ist, entscheidend gesenkt. Bisher waren es 300 Grad Celsius, jetzt reichen 90 Grad aus.
Hohe theoretische Kapazität
Eines der größten Probleme bei der Nutzung von Wasserstoff ist dessen Speicherung, die normalerweise extrem niedrige Temperaturen (minus 252,8 Grad) oder hohe Drücke (350 bis 700 bar) erfordert. Anstatt Wasserstoff als Gas oder Flüssigkeit zu speichern, ist es sicherer, ihn in festen Materialien wie MgH2 zu speichern, das eine hohe theoretische Speicherkapazität aufweist.
Der neue Speicher ist aufgebaut wie ein Kondensator. Die Anode besteht aus MgH2, die Kathode aus Wasserstoff und einem Lanthan-Katalysator. Dazwischen befindet sich ein Elektrolyt, der Barium, Kalzium, Natrium und Wasserstoff enthält. Beim Laden setzt das MgH2 Wasserstoff-Ionen frei, die zur Anode wandern. Bei der Nutzung des Wasserstoffs geht es den umgekehrten Weg.
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