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pte20000210015 in Leben

Wasser gegen niedrigen Blutdruck

Rezeptoren im Magen und Leber werden beeinflusst


Nashville/Tennessee (pte015/10.02.2000/11:15)

Auf den Blutdruck mancher Menschen hat ein großes Glas Wasser einen überraschenden Effekt - das Getränk hebt niedrigen Blutdruck an, berichten US-Mediziner im Fachblatt Circulation der American Heart Association. http://www.americanheart.org/ Die Ärzte des Vanderbilt University Medical Center http://www.mc.vanderbilt.edu/ entdeckten die Wirkung zunächst an Patienten, die unter Störungen des vegetativen Nervensystems litten. Auch bei älteren, gesunden Menschen wirkte das Wasser Blutdruck steigernd, nicht aber bei jungen, gesunden Kontrollpersonen.

"Als Ärzte fragen wir unsere Patienten mit erhöhtem Blutdruck vor dem Messen, ob sie gerade einen Kaffee getrunken oder eine Zigarette geraucht haben", so John R. Shannon, Dozent für Medizin und Pharmakologie, "doch wir würden nie fragen, ob sie in der letzten Stunde etwas getrunken haben. Vielleicht sollten wir das. Es könnten den Unterschied machen, ob wir ihre Medikamente anpassen oder nicht."

Ein halber Liter Wasser führte bei den Testpersonen innerhalb von zwei bis drei Minuten zum Blutdruckanstieg - über die folgende Viertelstunde steigerte sich der Blutdruck deutlich, nach rund 60 Minuten begann er wieder abzusinken. Weiteres Trinken nach diesen 60 Minuten hielt den Blutdruck für rund eine weitere Stunde oben, so die Ärzte. Im Durchschnitt erhöhte sich der Druck um rund 40 Millimeter Quecksilbersäule bei den Patienten mit Störungen des vegetativen Nervensystems, bei gesunden älteren Menschen steigerte er sich um durchschnittlich elf Millimeter Quecksilbersäule.

Noch ist nicht klar, wie und weshalb das kalte oder warme Wasser diesen Effekt hervorruft. Eine Infusion von einem halben Liter Zuckerlösung direkt ins Blut hatte keine Auswirkungen auf den Blutdruck. Zudem ist der Effekt von der Dosis abhängig: je mehr Wasser, desto stärker der Druckanstieg. "Wasser könnte den Blutdruck erhöhen, indem es die Osmorezeptoren (welche Salzkonzentration messen) beeinflusst oder Rezeptoren in Magen oder Leber", vermutet Dr. Jens Jordan, Hauptautor der Studie. Er ist inzwischen Direktor des Klinischen Forschungszentrums der Franz Vollhard Klinik der Berliner Humboldt Universität. http://www.hu-berlin.de/

Weitere Untersuchungen sind notwendig, doch bereits jetzt sollten Mediziner die bisher unbeachtete Bedeutung von Wasser auf den Blutdruck berücksichtigen. Gerade ältere Menschen neigen dazu, weniger als die empfohlenen drei Liter Flüssigkeit am Tag zu trinken. Auch bei Studien zu neuen Blutdruckmedikamenten könnten die Ergebnisse aus den USA wichtig sein. Den Ärzten der Vanderbilt University gelang es, allein durch sorgfältig gesteuertes Geben oder Vorenthalten von Wasser den Blutdruck einiger Patienten zu steuern, die an Störungen des vegetativen Nervensystems litten. (wsa) (Ende)
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