pte20000801017 in Forschung
Warnung vor Viren durch GPRS-Handys
Die jüngste Handy-Generation verbreitet Viren besonders rasch
München (pte017/01.08.2000/12:49)
Die Marktforschungs- und Beratungsgesellschaft Giga Information Group http://www.gigaweb.com warnt vor Handy-Viren durch die jüngste Generation von GPRS-Handys. Die Handys, die erstmals mit der Programmiersprache WML1.2 arbeiten, würden enorm zur Verbreitung von Handy-Viren bei tragen.Die schnellere Übertragungstechnik GPRS wurde jüngst von Netzbetreibern wie T-Mobil, Mannesmann Mobilfunk , E-Plus und VIAG Interkom angekündigt. Damit wird erstmals die Version 1.2 der WAP-Programmiersprache WML breitflächig zum Einsatz kommen, die laut Giga die Übertragung von Computerprogrammen in WAP-Handys ermöglicht.
Auf diese Weise könnten aber auch Mobiltelefone manipuliert werden. Mit den Programmen ließe sich, laut Giga, unter anderem das Telefonbuch verändern, indem Nummern gelöscht, verändert oder hinzugefügt werden. Auch SMS-Nachrichten könnten erzeugt und automatisch verschickt werden. Die Manipulation weiterer Handy-Funktionen wäre ebenfalls möglich, ohne dass der Nutzer dies bemerke.
Die ersten Virusattacken sollten nach ersten Einschätzungen allerdings noch vergleichsweise harmlos ausfallen, weil die derzeit benutzten WAP-Gateways, Server, Handys und WAP-Browser noch zu unterschiedlich sind. Mit zunehmender Standardisierung, die durch GPRS und später UMTS vorangetrieben werde, werde auch die Verbreitung der Handy-Viren steigen, erklärte Giga.
Vor allem die Einführung von WML 2.0 werde den digitalen Plagegeistern alle Tore öffnen. Nach Meinung der Analysten tritt dies in Europa im dritten Quartal 2001 ein. Die bereits länger verfügbaren WAP-Handys mit WML 1.1 sind nicht von der Virengefahr betroffen, da mit ihnen keine Programme übertragen werden können. Sie erlauben nur die Darstellung von Informationen und eine stark begrenzte Interaktion auf den kleinen Displays der Handys. (Ende)
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