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pte20000315006 in Forschung

Wärmesensoren verfolgen Kunden durch den Supermarkt

Footprints-System soll Umsätze vergrößern


San Jose (pte006/15.03.2000/09:00)

Der US-Computerkonzern IBM http://www.ibm.com hat ein System entwickelt, womit die Bewegungen des einzelnen Kunden vom Eintreten eines Geschäftes bis zur Kassa verfolgt werden können. Das "Footprints"-System benutzt ein Netz von Wärmesensoren, um den eingeschlagenen Weg durch den Supermarkt zu dokumentieren. http://www.ibm.com/services/clippings/press_summary_0201_87793.html Mit den Informationen werden Händler in der Lage sein, wissenschaftlich begründete Entscheidungen über die Positionierung einzelner Produkte zu treffen, um so den Umsatz zu steigern.

Ganz im Dunkeln über die Produktpositionierung sind Händler allerdings schon jetzt nicht. Einige Grundregeln werden häufig beachtet. Da sie als Bedarfsartikel gilt, findet der Supermarktbesucher zum Beispiel Milch oft erst ganz hinten im Geschäft. Wenn man durch das ganze Geschäft gehen muss, um die Packung zu holen, steigt natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass man zu weiteren Einkäufen verlockt wird. Sehr viel mehr über die Einkaufsgewohnheiten sei aber nicht allgemein bekannt, so Howard Sachar, Abteilungsleiter vom IBM-Watson-Forschungszentrum http://www.watson.ibm.com . "Die meisten Händler wissen, wieviele Kunden durch die Eingangstür kommen und wieviel Geld sie bei der Kassa ausgeben, haben aber keine Ahnung, was dazwischen passiert."

Für die Kunden könnte Footprints rein theoretisch auch Vorteile bringen. Wenn die Sensoren einen Drang zur Kassa erkennen, könnte das zuständige Personal zum Aufmachen einer zusätzlichen Kassa aufgefordert werden. Das System wird vorerst in einem amerikanischen Supermarkt getestet. Eine britische Supermarktkette soll ebenfalls daran interessiert sein. (independent) (Ende)
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