pte20000731012 in Leben
Virtueller Handschuh verbessert Diagnosemöglichkeiten
Informationen werden auf digitales Patientenmodell übertragen
Buffalo (pte012/31.07.2000/11:00)
Wissenschaftler der University of Buffalo http://www.buffalo.edu haben einen virtuellen Handschuh entwickelt, der Ärzte in der Diagnose von Magenerkrankungen trainieren kann. Dieser Handschuh ermöglicht es, virtuell genau jenen Zustand vorzufinden, den auch der echte Arzt bei der Untersuchung erlebt hat.Dafür wird auf dem Zeigefinger des untersuchenden Arztes eine fingerhutgroße Kappe mit Sensoren angebracht. Drückt der Mediziner auf den Magen des Patienten, zeichnen die Sensoren jede seiner Bewegungen auf. Mit einem superschnellen Grafikcomputer wurden die gesammelten Informationen auf ein digitales 3D-Modell des Patienten übertragen.
Ein Feedbackgerät ermöglicht dem Anwender, bei Berührung des Bildschirmes die Bewegungen und den Druck des anderen Arztes nachzuvollziehen. Der Wissenschaftler Thenkurussi Kesavades erklärt, dass der Handschuh vorerst Medizinstudenten ermöglichen wird, schwierige Diagnoseverfahren zu üben. Das Programm wird dafür seltene Tumore und andere Erkrankungen simulieren können.
Ein weiteres Einsatzgebiet seien kleine Krankenhäuser, die nicht über einen entsprechenden Spezialisten verfügten. Die gesammelten Daten könnten via Internet blitzschnell an einen Fachmann weitergeleitet werden. Der auf dem World Congress on Medical Physics and Biomedical Engineering http://www.wc2000.org präsentierte Handschuh soll in zwei Jahren auf den Markt kommen. (bbcnews)
Siehe: http://www.vrlab.buffalo.edu/index.cgi?area=research&b=medical (Ende)
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