pte20000710002 in Leben
Virtuell zum Master of Business Administration
Universität in Estland als Vorreiter - Österreicher als einer der ersten Studenten
Tallinn/Wien (pte002/10.07.2000/09:00)
Die Concordia International University Estonia (CIUE) http://www.ciue.edu.ee ist die erste Universität weltweit, die ein komplettes Master Programm über das Internet anbietet, das Master of Business Administration (MBA). Dieses zweijährige post-graduate Studium berücksichtigt die immer bedeutender werdende Verknüpfung von globalem Denken mit traditionellen Geschäftskompetenzen und persönlichen Fähigkeiten, Dinge, die Führungskräfte auszeichnen. Das MBA soll es den Absolventen ermöglichen sich internationales wirtschaftliches Fachwissen anzueignen.CIUE wurde 1992 als private Uni in Haabneeme, einem Vorort von Tallinn, gegründet. Neben Wirtschaft und Recht, bietet die CIUE auch noch Programme im Bereich Neue Medien an. An der CIUE studieren 1.100 Studenten aus 25 Nationen, wobei die Studenten hauptsächlich aus den baltischen Staaten kommen, aber auch von Finnland, Schweden, Norwegen, Russland, den USA und einem Studenten aus Österreich.
Der einzige Österreicher an CIUE, Bernhard Linder (Bild), ist einer von 70 MBA-Studenten an der CIUE. Mehr als die Hälfte davon studiert an der Virtual Concordia. "Was mir an dieser Art des Studierens besonders gefällt, ist die Idee, meine kleine Uni im Wohnzimmer zu haben", erzählt Linder im pressetext.austria-Interview. Der Vorarlberger hat zuvor in Wien sein Doktoratsstudium der Rechtswissenschaften abgeschlossen und arbeitet derzeit als Jurist in der Bank Austria-Zentrale. Das virtuelle MBA startete das erste Mal im Wintersemester 1998. Die gesamte Ausbildung kostet gleich viel wie das herkömmliche MBA, nämlich 6.000 Dollar.
Wie Linder berichtet, geht das CIUE sowohl im technologischen wie auch im didaktischen Bereich neue Wege. Die traditionellen Vorlesungen, die herkömmlichen Hörsäle werden durch die virtuelle Plattform "Virtual Concordia" ersetzt. Dort gibt es einen "Medienraum", wo die Unterlagen und sogar Audio- und Videofiles der Vortragenden abgerufen werden können. Die Hausübungen, Aufsätze, Diskussionsbeiträge etc. müssen vom Studenten immer bis zu bestimmten Deadlines in den "Diskussionsraum" gestellt werden. Die Zensuren werden dann im "Profileraum" gepostet, dort sind auch die einzelnen Daten der Studenten abrufbar. Auch die Prüfungen werden direkt im Netz abgelegt, wobei hier ein Zeitlimit vorgegeben ist, nachdem sich das Fenster entweder automatisch schließt oder für jedes zeitliche Überschreiten Minuspunkte vergeben werden. Lediglich die Abschlussprüfungen finden vorort statt.
Die Studenten können in diesem Fernstudium den Studiumsfortgang selbst bestimmen und so an ihr Arbeitsleben perfekt anpassen, indem sie sich übers Internet in die virtuelle Universität einloggen, wann immer und von wo immer sie wollen. Neben dem MBA (normal und in virtueller Form) bietet CIUE auch noch ein LL.M, und ab nächstem Jahr als erste Uni weltweit eine Kombination aus MBA und LL.M. an, nämlich den Master of Business and Law (MBA/LL.M), zugeschnitten für Juristen, die nicht nur eingehende Kenntnisse aus dem Europarecht erlernen wollen, sondern sich auch gleichzeitig wirtschaftliches Wissen aneignen wollen. Das Master of Law (LL.M) richtet sich an bereits berufstätige Juristen und soll es diesen ermöglichen, ihr Wissen auf den neuesten Stand zu bringen und an internationalen Entwicklungen anupassen.
Linder ist der Meinung, diese Idee sollte auch in Österreich aufgegriffen werden. "Ich chatte mit Menschen aus ganz anderen Kulturen. Das bringt mir andere Ansichten und erweitert meinen Horizont." Nähere Informationen zum Online-Studium auf der CIUE-Homepage unter http://www.ciue.edu.ee oder bei Virtual Concordia direkt unter http://domino.ciue.edu.ee:81/ . Kontaktperson ist Frau Krista Haak: krista@ciue.edu.ee (Ende)
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