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pte20220624002 Medien/Kommunikation, Technologie/Digitalisierung

Viele US-Pressevertreter leben in Medienblase

Studie des Pew Research Centers zeigt große Diskrepanz zwischen Journalisten und Öffentlichkeit


Reporterin: öffentlicher Blick kritischer als die eigene Selbstsicht (Foto: pixabay.com, Neva79)
Reporterin: öffentlicher Blick kritischer als die eigene Selbstsicht (Foto: pixabay.com, Neva79)

Washington (pte002/24.06.2022/06:05) -

In der Wahrnehmung journalistischer Arbeit in den USA klafft eine Riesenlücke zwischen Akteuren der Medien sowie der adressierten Öffentlichkeit für deren Nachrichten und Berichte. Zu diesem Schluss kommt das Pew Research Center http://pewresearch.org in einer aktuellen Umfrage.

Eklatante Wahrnehmungslücke

Laut den Researchern sind 65 Prozent der fast 12.000 befragten Journalisten der Meinung, dass die Medien gute Arbeit leisten, wenn es darum geht, "über die wichtigsten Themen des Tages zu berichten" und Nachrichten genau wiederzugeben. Von der befragten US-amerikanischen Öffentlichkeit kommen jedoch nur 35 Prozent zu diesem Befund - eine Wahrnehmungslücke von 30 Prozentpunkten.

Auf die Frage, ob Journalisten eine gute Leistung erbringen, wenn sie "als Wächter über gewählte Politiker" agieren, stimmen 52 Prozent der Branche zu. Von der Öffentlichkeit bejahen das jedoch nur drei von zehn Befragten. Und die Frage, ob Journalisten konsequent gegen Fake News vorgehen und diese korrigieren, bejahen das 43 Prozent der Medienvertreter, während dem nur 25 Prozent der Allgemeinheit zustimmen. Fast die Hälfte (46 Prozent) der Journalisten sagen, dass sie sich mit ihren Lesern und Zuschauern verbunden fühlen, während nur ein Viertel der Öffentlichkeit äußert, dass sie sich mit Medien verbunden fühlen, von denen sie ihre Nachrichten beziehen.

Medienstädte als liberale Inseln

Die meisten nationalen Medien sind entweder in den Städten New York oder in Washington angesiedelt. Diese Metropolen gelten als liberale Hochburgen mit wenig Unterstützung für Donald Trump. Der langjährige Nachrichtensprecher Bob Schieffer hat sich vor ein paar Jahren mit diesem Thema beschäftigt und erklärt, wie isoliert Journalisten geworden sind. "Im Jahr 2004 lebte einer von acht Reportern in New York, Washington oder Los Angeles", schreibt Schieffer in seinem Buch "Overload: Finding the Truth in Today's Deluge of News". Inzwischen sei es bereits jeder Fünfte.

Als weiteren Grund nennt Schieffer den massiven Rückgang von Lokalreportern aufgrund schrumpfender Budgets. Seit 2004 haben etwa 1.800 Zeitungen ihren Betrieb eingestellt, weil der Anzeigenmarkt zusammengebrochen ist und Leser sich bequemerem Online-Konsum zuwenden. Weniger Reporter und Redakteure haben zu weniger Vertrauen geführt, da sich die News-Beschaffung immer mehr auf zwei oder drei Städte beschränkt. Hinzu kommt, dass sich Journalisten, die sich "Storyteller" nennen, mit dieser Selbstbezeichnung selbst schaden und in der Öffentlichkeit an Glaubwürdigkeit verlieren oder gar als Lügner gesehen werden (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20220404003 ).

(Ende)
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