pte20000809031 in Leben
Vibrationen warnen Piloten
Wichtige Informationen werden über die Haut vermittelt
Columbia (pte031/09.08.2000/13:30)
Nach einer Studie der Ohio State University http://www.acs.ohio-state.edu reagieren Piloten eher auf Instrumentenwarnungen, wenn diese über Vibrationen angekündigt werden. Die Reaktionszeit wird dadurch messbar verkürzt. Die Wissenschaftler hoffen, diese Methode auch in anderen Bereichen wie in Kontrollräumen von Kernkraftwerken oder Operationssälen einsetzen zu können."Während Piloten eine große Menge an Information über ihren Gesichtssinn und das Gehör empfangen, erhalten sie kaum Informationen über ihren Tastsinn", sagte Nadine Sarter, die Leiterin des Forschungsprojekts. "Dabei ist der Tastsinn einer der leistungsfähigsten Sinne des Menschen und der, der am wenigsten genutzt wird." Nach Sarter erkannten und verarbeiteten Piloten bis zu 40 Prozent mehr an Signalen, wenn diese als Vibrationen empfangen wurden.
Die Vibrationen wurden bei den Tests von einem kleinem Gerät, einem so genannten "Tactor", wie er von Blinden oder Schwerhörigen verwendet wird, am Handgelenk ausgesandt. In der Regel reagierten die Piloten mit einem Tactor um eine Sekunde früher auf eine bedrohliche Situation als Piloten, die sich ausschließlich auf ihre Augen verlassen mussten. Die Leistung des Taktors wird allerdings durch Einflüsse von außen eingeschränkt. So nahmen die Piloten die taktilen Signale bei starken Vibrationen des Cockpits, oder wenn sie ihre Arme für die Bedienung von Fluginstrumenten bewegen mussten, nicht wahr.
Siehe auch: http://www.acs.ohio-state.edu/units/research/archive/buzzer.htm (Ende)
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