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pte20000425022 in Leben

Verkehrsclub Österreich fordert Einführung des Punkteführerscheins

Oster-Verkehr forderte zu hohen Blutzoll


Wien (pte022/25.04.2000/15:24)

Die katastrophale Verkehrsunfallbilanz von Ostern dürfe nicht ohne Konsequenzen bleiben, daher fordert der Verkehrsclub Österreich VCÖ http://www.vcoe.at die rasche Umsetzung des Punktführerscheins. Während der Oster-Schulferien verunglückten auf Österreichs Straßen 34 Personen tödlich.

"Mit dem Punkteführerschein können schwarze Schafe wie Raser und Alko-Lenker rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen werden", sagte VCÖ-Sprecher Christian Gratzer zu pressetext.austria. "Die traurige Verkehrsunfallbilanz des heurigen Osterreiseverkehrs darf nicht ohne Konsequenzen bleiben. Wenn jetzt einfach zur Tagesordnung übergegangen wird, wird das nächste Blutbad auf Österreichs Straßen mitverschuldet", stellt auch Wolfgang Rauh vom VCÖ-Forschungsinstitut fest.

Verkehrsunfälle seien keine Naturgesetz. Untersuchungen des VCÖ haben ergeben, dass in Österreich mit einem Bündel von Maßnahmen die Zahl der Verkehrstoten um mindestens die Hälfte verringert werden könne. Das hieße auch, mehr als 500 Menschenleben pro Jahr zu retten, meinte der VCÖ-Wissenschafter.

Nach Meinung des VCÖ hätte die Einführung des Punkteführerscheins die größte Wirkung. "Mit dem Punkteführerschein werde ich täglich an meine Verantwortung als Autofahrer erinnert", so Rauh. Die Selbstkontrolle sei den Radarpistolen vorzuziehen.

Mit dem Punkteführerschein könne schwarzen Schafen wie notorischen Rasern oder Alko-Lenkern rechtzeitig die Fahrerlaubnis entzogen werden. Aus den Erträgen aus Strafgeldern sollte die psychologische Betreuung verantwortungsloser Lenker finanziert werden, schlägt Gratzer vor.

Der Verkehrsclub hoffe dabei, dass Innenminister Strasser seine Ankündigung wahr macht und die Einführung des Punkteführerscheins vorbereitet. "Es geht um das Leben von hunderten Menschen", so der Experte. EU-weit liegt Spanien bei den Verkehrstoten im Spitzenfeld: im heurigen Osterverkehr verunglückten 114 Menschen tödlich. Das ist im Vergleich zum Vorjahr wenig: 1999 starben zu Ostern 173 Menschen auf Spaniens Straßen. (Ende)
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