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pte20000817045 in Leben

USA investiert in Anti-Gen-Kampagne eine Million US-Dollar

Die Bevölkerung zeigt sich gegenüber der Biotechnologie verstärkt skeptisch


Washington (pte045/17.08.2000/17:00)

Die Skepsis der US-amerikanischen Bevölkerung gegenüber genmanipulierten Organismen steigt. Nur noch 59 Prozent der befragten Bevölkerung sehen die Vorteile der Biotechnologie, 1997 waren es noch 78 Prozent. Das ergab eine Studie des International Food Information Council http://ificinfo.health.org . Um Verbraucher besser über genmanipulierte Lebensmittel zu informieren, wollen Umweltschutz- und Verbraucherverbände nun eine Million Dollar, die größte Summe bisher, in diese Kampagne investieren.

Heike Moldenhauer, Sprecherin von Global 2000 Österreich, www.global2000.at kann sich die gestiegene Skepsis als Ergebnis der 1998 initiierten Aufklärungsmassnahme von Umweltschutz- und Verbraucherverbänden erklären. Dabei wurden erstmals Fragen an die Bevölkerung zu genmanipulierten Lebensmittel gestellt. Philip Clapp vom National Environmental Trust http://environet.policy.net betonte, dass 57 Prozent der Bevölkerung nicht wüssten, dass bereits gentechnisch veränderte Lebensmittel in den Supermarktregalen zu finden seien.

Moldenhauer betont aber auch die Skepsis der EU-Bürger gegenüber genmanipulierten Lebensmitteln. Laut der veröffentlichten Umfrage "Eurobarometer 2000" der EU-Kommission halten mehr als 90 Prozent den Einsatz von Gentechnik in Lebensmitteln für gefährlich.

Die Anti-Genfood-Gruppe steht der amerikanischen Vereinigung für Biotechnologie gegenüber, die bereits im April eine siebenjährige Pro-Gentechnik-Kampagne gestartet hat. Dafür wurden 50 Millionen Dollar investiert. (Ende)
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