leben

AUSSENDER



pressetext.austria

Ansprechpartner: ww
Tel.: (01) 811 40-0
E-Mail: weitlaner@pressetext.at

FRüHERE MELDUNGEN

LEBEN

10.04.2026 - 17:30 | Pädagogische Hochschule Niederösterreich
10.04.2026 - 15:15 | Asia Resort Linsberg Betriebs GmbH
10.04.2026 - 14:30 | Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
10.04.2026 - 10:30 | pressetext.redaktion
10.04.2026 - 09:35 | Der Werbetherapeut
pte20000814017 in Leben

US-Forscher wollen Bio-Transistoren schaffen

Nutzung von bakteriellen Verunreinigungen auf Halbleitern


New York (pte017/14.08.2000/12:33)

Bakterielle Verunreinigungen auf Halbleitern wollen Wissenschaftler der Universität von New York jetzt zum Bau so genannter Bio-Transistoren verwenden. Diese sollen in weiterer Folge beim Aufspüren giftiger Dämpfe ihre Dienste leisten. Gemeinsam mit Forschern anderer Universitäten werden jetzt alle Anstrengungen unternommen, die Bakterien genauer zu untersuchen.

Zuerst haben die Forscher mit allen Mitteln versucht, die Halbleiter klinisch rein zu halten. Mit UV-Licht bestrahlt und mit Antioxidationsmitteln behandelt, fanden sich jedoch auf der Oberfläche der Halbleiter immer noch Spuren von Mikroorganismen. Zufällig entdeckten die Forscher dabei, dass sich die Bakterien mit einem Schutzschild aus dem Material der Transistoren umgaben. "Die Mikroorganismen wehrten sich standhaft gegen unsere drastischen Methoden, sie zu töten", sagte Robert Baier vom Center for Biosurfaces der State University of New York. http://wings.buffalo.edu/faculty/research/iucb

Unglaubliche Ergebnisse fanden die Forscher aber, nachdem sie die Halbleiter mit ultra-reinem Wasser reinigten: einige Moleküle des Halbleitermaterials Germaniumoxid wurden gelöst und kristallierten beim Trocknen an den Bakterien. Der dabei entstandene Mantel bildet ein undurchdringliches Gehäuse.

Auch der Forscher John O´ Hanlon vom Center for Microcontamination Control der University of Arizona http://www.ece.arizona.edu/~cmc glaubt, dass die Halbleiter-Bakterien zum Bau von Bio-Transistoren genutzt werden können. "Der Stromfluss in einem normalen Transistor ist spannungsabhängig. Ein Bio-Transistor könnte durch den mikrobiellen Stoffwechsel oder die Photosynthese gesteuert werden", so O´ Hanlon. Bei diesen Prozessen komme es, genau wie beim Stromfluss im Transistor, zu Elektronenübergängen. Ein solcher Transistor könnte zum Beispiel als empfindlicher Detektor für Giftgase wirken.

Bis dahin ist der Weg aber noch sehr weit. Michael Larkin, Wissenschaftler an der School of Biology and Biochemistry der Queens University of Belfast http://www.qub.ac.uk/bb/info.html , kennt in der Zwischenzeit die Bakterien, um die es sich genau handelt. Diese Informationen verrät der Forscher aber nicht. (Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: ww
Tel.: (01) 811 40-0
E-Mail: weitlaner@pressetext.at
Website: pressetext.at
|
Top