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pte20000407013 in Forschung

Unternehmen absolvieren virtuellen Probedurchgang

Virtual Reality erobert Chemie und LifeSciences


Frankfurt (pte013/07.04.2000/11:00)

Statt sich weiter mühsam durch den Datendschungel zu quälen, nutzen viele Firmen die interaktive dreidimensionale Computerdarstellung, um ihre Produkte zu präsentieren und ihre Mitarbeiter zu schulen. Virtual Realitiy gilt als Schlüsseltechnologie für schnelle Produktentwicklung. In Chemie und LifeSciences beschränkte sich die dreidimensionale Computergrafik bisher auf das Moleküldesign. Das Fraunhofer-Anwendungszentrum für Computergraphik in Chemie und Pharmazie (AGC) http://www.agc.fhg.de schließt diese Lücke und bietet Industriepartnern die Visualisierung von Prozessen und Anlagen an. "Viele Firmen nutzen 3-D-Animation inzwischen für die weltweite Präsentation ihrer Produkte, etwa auf Messen, aber auch als Schulungs- und Trainingsmöglichkeit für ihre Mitarbeiter", weiß Prof. Detlef Krömker vom AGC. Auf der Analytica stellen die Forscher ihre neuesten Entwicklungen vor, zum Beispiel einen gläsernen Reaktor zur Kunststoffherstellung.

Der Computerbildschirm zeigt ein interaktives Modell in drei Phasen: den offenen Reaktor, den geschlossenen Reaktor oder die mikroskopische Ansicht der Polymerteilchen im Reaktorkern. Mit diesen Schnitten lässt sich der gesamte Prozess am besten beschreiben. Mit einer Spezialbrille sieht der Betrachter das Innenleben des Reaktors wie unter Glas. Das 3-D-Modell ist mit einem Simulationsrechner verbunden. Gibt der Anwender beispielsweise eine bestimmte Zuflussmenge oder Temperatur ein, kann er am Bildschirm sofort verfolgen, was passiert. Der gläserne Reaktor ist eine Auftragsarbeit für die Firmen Elenac und Axiva und war zunächst nur für Demonstrationszwecke gedacht. Doch inzwischen nutzen ihn auch Techniker: Sie können damit den Betriebsalltag proben, ohne Rohstoffe zu verschwenden oder Schmutz zu machen. In Kürze stehen auch eine Bibliothek und verschiedene grafische Elementen bereit. Damit können Anwender nach einem Baukastenprinzip ihre eigene chemische Anlage visualisieren.

Ein weiteres Exponat auf der Analytica ist eine Multimedia-CD-ROM über das menschliche Immunsystem. Sie ist zunächst für Praktiker aus der Biotechnologie gedacht, kann aber auch Medizinern helfen, ihr Wissen aufzufrischen. Das Besondere: Jeder kann sein Lerntempo individuell bestimmen. Dr. Stefan Gehring sieht für die CD-ROM noch weitere Verwendungsmöglichkeiten: Mit ihrer Hilfe wollen die Wissenschaftler die Wirkung von Arzneimitteln auf das menschliche Immunsystem demonstrieren. Vor allem für Pharmafirmen könnte dies ein attraktiver Weg sein, neue Medikamente in Kliniken vorzustellen. Informationen: Prof. Dr. Detlef Krömker, E-Mail: kroemker@agc.fhg.de Dr. Stefan Gehring, E-Mail: stefan.gehring@capcom.de (idw) (Ende)
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