pte20000911034 in Leben
Unfallchirurgen-Meeting in Hannover eröffnet
Größter Kongress der Welt ganz im Zeichen von High-Tech-Medizin
Hannover (pte034/11.09.2000/15:21)
Vom 10. bis 13. September 2000 findet in Hannover der 4. Europäische Unfallkongress http://www.dgu2000.de statt. Dabei werden 680 Referenten den 4.000 Teilnehmern aus 22 Ländern die Neuheiten auf dem Gebiet der Unfallchirurgie vorstellen. Dabei werden auch Themen aus neuen Wissenschaftsgebieten wie Robotik und Gentechnologie behandelt.Innovativ und revolutionär werde sich die künftige Zusammenarbeit zwischen Chirurgen und Orthopäden gestalten, sagte Norbert Haas, Kongressvorsitzender und Präsident der deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU). Die Diskussion, die in Deutschland geführt werde, sei längst keine medizinische mehr, sondern ein politische. Dabei werde ohne Durchsetzung der Arbeitszeitgesetze eine Versorgung in den Krankenhäusern ohne Qualitätsverlust kaum möglich sein, so Haas.
Der Unfallchirurg Burkhard Wippermann wird in drei Sitzungen die modernen Technologien, die in der Unfallchirurgie verwendet werden, vorstellen. Während bei Navigationssystemen die Vorteile einer verbesserten präziseren OP-Technik und Reduzierung der Strahlenbelastung offensichtlich sind, steht bei den OP-Robotern zur Implantierung von Prothesen dieser Beweis noch aus", so Wippermann. Bei Knochen- und Gewebeersatz habe es hingegen enorme Fortschritte gegeben. "Viel versprechend ist auch die genetische Manipulation von Zellen, die bestimmte Wachstumsfaktoren zur Wundheilung bilden sollen", so der Mediziner. Allerdings seien diese Techniken noch meilenweit von der klinischen Anwendung entfernt.
Auch bei Implantaten gebe es Innovationen im Bereich Design und Materialien. Neu sind beispielsweise auch die aus Keramik gefertigten speziellen bioresorbierbaren Implantate, die aufgrund ihrer porösen Natur und der Oberflächen vom Körper langsam abgebaut werden können. Forscher der Universität Tübingen und Wissenschaftler der Berliner Charite-Klinik haben diese Implantate mit einer Schicht überzogen, in der Wachstumsfaktoren eingelagert sind. Diese Forschungsarbeit steckt jedoch noch in den Kinderschuhen.
Weitere Schwerpunkte des Kongresses bilden auch noch Behandlungsmethoden von älteren Patienten, der Vermeidung von Knochenbrüchen bei Extremsportarten, sowie Maßnahmen für Unfall-Helfer. Der 5. Europäische Unfallkongress findet vom 4. bis 8. Mai 2002 in der Wiener Hofburg statt. (Ende)
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