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pte20000329002 in Leben

Umweltstudie stellt Kachelöfen gutes Zeugnis aus

Bedienungsfehler schaden Umwelt und vermindern Heizleistung


Wien (pte002/29.03.2000/08:45)

Eine Studie des österreichischen Ökologie-Institutes für Angewandte Umweltforschung http://www.ecology.at stellt den rund 500.000 Haushalten, die mit Kachelöfen heizen, ein positives Zeugnis aus. Die Österreicher, so die Umfrage des Instituts, heizen regelmäßig mit dem romantischen Möbelstück.

"Bisher glaubten wir, dass Kachelöfen nur selten, etwa in der Übergangszeit oder für gemütliche Stunden, in Betrieb genommen werden. Die Umfrage ergab jedoch, dass mehr als die Hälfte der befragten Besitzer ihren Ofen täglich heizen. Weitere 15 Prozent nutzen ihn immerhin einmal pro Woche", sagte Heidi Adensam, Projektleiterin der Studie.

Interessant sei das vor allem aus ökologischer Sicht, so Adensam. Statt fossiler Energieträger wie Gas und Erdöl werde Holz verbrannt, das wieder nachwächst und damit CO2-neutral sei. "Dadurch, dass der Wald das CO2 bindet, ist die Verbrennung CO2 neutral, wenn die Wälder wiederaufgeforstet werden", sagte Adensam. Interessant sei in der Studie aber vor allem die Tatsache gewesen, welche Rolle die Kachelöfen für das gesamte Energieprinzip spielen. Bei fachmännischer Handhabung der Öfen und der ausschließlichen Verwendung von trockenem Holz schneide der Kachelofen durchaus positiv ab.

"Während über die CO2-Relevanz des Kachelofens Einigkeit herrscht, wurde die gesamte Emissionsbilanz aber bisher mit Skepsis betrachtet", so Adensam. Das sei vor allem auf die Fehlplanung älterer Kachelöfen sowie auf Fehler bei der Bedienung zurückzuführen. Öfen, die genau auf die Räumlichkeiten dimensioniert werden, emittieren weniger SO2 und Stickoxyde als andere Fossilheizungen. "Da Kachelöfen aber mehr CO, Kohlenwasserstoffe und Staub ausstoßen, empfiehlt das Ökologie-Institut den Einsatz vor allem in weniger dicht besiedelten Gebieten, wo die Smoggefahr ein geringeres Problem darstellt", meinte Adensam.

"In Oberösterreich haben mehr als 20 Prozent der Haushalte Kachelöfen, in Wien liegt die Zahl unter fünf Prozent. Das wird auch dadurch verdeutlicht, dass laut unserer Umfrage im urbanen Raum die Kachelöfen eher weniger benutzt werden", so Adensam. Moderne Technik hält auch in den archaischen Kachelöfen Einzug: Pufferspeicher verhindern auch während längerer Abwesenheit das Abkühlen der Raumtemperatur, eine Absperrautomatik garantiert optimale Verbrennung, da der Ofenraum erst dann geschlossen wird, wenn die Glut optimal ist. Auch Hauptheizungssysteme mit Wärmetauschern, die ganze Häuser heizen, haben sich erfolgreich bewährt.

Die Kosten für die Neuerrichtung eines Kachelofens schlagen sich mit rund 100 bis 150.000 Schilling zu Buche. Aber die Nutzung bestehender Öfen, biete den Bewohnern einen finanziell interessanten Aspekt. Auch bei der Neuerrichtung eines Hauses biete der Kachelofen einen ökonomisch interessanten Vorteil, wenn er bereits bei der Gebäudeplanung in ein Gesamtkonzept einbezogen wird. (ww)

Der rund 300 seitige Projektbericht "Kachelöfen im nachhaltigen Energiekonzept" ist zum Preis von 400 Schilling beim Ökologie-Institut erhältlich. Tel 01/523 61 05; Email: oecoinstitut@ecology.at. (Ende)
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