pte20000607008 in Forschung
Ultraschall zerkleinert Klärschlamm
Höhere Biogasausbeute schont Ressourcen
Dresden (pte008/07.06.2000/10:30)
Die Entsorgung von Klärschlamm ist teuer und aufwendig. Ein neues, vom Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Sinterwerkstoffe IKTS http://www.ikts.fhg.de , dem Ingenieurbüro für Wasser und Entsorgung und dem Ultraschall-Hersteller Dr. Hielscher entwickeltes Verfahren vermindert nicht nur deutlich das Volumen und die Masse von Klärschlamm, sondern erhöht auch die Biogasausbeute.Dabei wird ein Teil des Gesamtschlammes mit Ultraschall behandelt und mechanisch zerkleinert. Die so behandelten Schlämme liefern mehr Biogas und lassen sich leichter entwässern. Im Klärschlamm lagern sich verschiedene Inhaltsstoffe wie Bakterien, Viren, Zellulose oder Stärke zu Aggregaten und Flocken zusammen. Mit Ultraschall werden diese Aggregate zerstört. "Dadurch ändert sich die Struktur der Schlammflocken und das Wasser kann nun besser abgetrennt werden", erläutert die Gruppenleiterin der Umweltverfahrenstechnik am IKTS, Dr. Ing. Hannelore Friedrich, einen Vorzug des Verfahrens.
"Es werden weniger Flockungshilfsmittel benötigt, um den Klärschlamm zu entwässern". Der Ultraschall greift aber auch die Zellwände von Bakterien an und setzt Enzyme frei. Das beschleunigt den Abbau von organischem Material. Die Gasausbeute erhöht sich deutlich und der Gesamtfeststoffgehalt des ausgefaulten Schlammes sinkt. Ansprechpartnerin: Dr.-Ing. Hannelore Friedrich, IKTS, E-Mail: friedr@ikts.fhg.de (idw) (Ende)
| Aussender: | pressetext.austria |
| Ansprechpartner: | rh |
| Tel.: | 01/8104530-0 |
| E-Mail: | redaktion@pressetext.at |
| Website: | pressetext.at |
