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pte20000613013 in Forschung

Ultraschall stoppt innere Blutungen

Schallwellen beschleunigen Verklumpen der Blutplättchen


Seattle (pte013/13.06.2000/11:00)

Gebündelte Schallwellen sollen Skalpell und Brennstab ersetzen, um Blutungen tief im Körper oder im Hirn zu stoppen. Bisher müssen Chirurgen den Körper öffnen, die innere Wunde aufspüren und mit einer Art "Brennstab" verschließen. Die Prozedur ist selbst nicht ungefährlich, vor allem, wenn die innere Blutung im Hirn stattfindet, wenn die Wunde sehr groß oder schwer zu lokalisieren ist. Mediziner der University of Washington http://www.washington.edu/ in Seattle sind deshalb begeistert: Sie fanden heraus, dass sich Blutungen durch intensive Ultraschall-Bestrahlung http://www.medicine.de/moderne_ger/ultraschall.html stoppen lassen. Die Schallwellen beschleunigen das Verklumpen der Blutplättchen, ohne dass das Gewebe erhitzt wird.

Kern der Methode ist, dass das Blut sich durch die Ultraschall-Bestrahlung schneller bewegt - ähnlich schnell wie Blut, das aus einer offenen Wunde fließt. Das veranlasst die Blutplättchen zum Verklumpen. Sie haften wie bei der natürlichen Blutgerinnung an Membranen und aneinander, bis die Blutung aus dem Blutgefäß gestoppt ist. Das Team um Lawrence Crum stellte außerdem fest, dass sich das Verklumpen noch weiter beschleunigen lässt: Durch harmlose, gasgefüllte Mikrobläschen im Blut. Solche Bläschen werden bisher ins Gewebe injiziert, um auf Ultraschallbildern für einen besseren Kontrast zu sorgen.

Allerdings wird es noch einige Jahre dauern, bis diese Methode den Weg vom Laborversuch zur gängigen Behandlung geschafft haben wird. Zunächst müsse man die Technik weiter optimieren, so das Team, und dann zu Tierversuchen übergehen. (wsa) (Ende)
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