UCLA-Implantat gibt Krebs-Killern neue Kraft
Forscher machen Immuntherapie künftig noch effektiver - CAR-iNKT-Zellen werden angelockt
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Killerzelle an der "Ladestation": neuer Ansatz gegen Krebs (Bild: Haochen Nan, Song Li, ucla.edu) |
Los Angeles (pte004/20.03.2026/06:15)
Wissenschaftler der University of California Los Angeles (UCLA) haben ein revolutionäres implantierbares Gerät zur Stimulation von Immunzellen gegen Krebs entwickelt. Dort können sie im Körper "auftanken" und sich anschließend mit frischer Kraft erneut auf den Tumor stürzen.
Killerzellen laden sich auf
Das Gerät wird in der Nähe des Tumors implantiert und lockt CAR-iNKT-Zellen an. Das sind genetisch modifizierte natürliche Killerzellen (NK-Zellen), die mit einem chimären Antigenrezeptor (CAR) ausgestattet sind, um Tumorzellen gezielt zu erkennen und abzutöten. In dem UCLA-Implantat befinden sich winzige biomimetische Partikel, die die Aktivierungssignale für iNKT-Zellen nachahmen.
"An diesen künstlich hergestellten Mikropartikeln laden sich die CAR-iNKT-Zellen wieder auf und schalten zurück in den Angriffsmodus. Das Gerät sendet kontinuierlich Signale aus, die den Zellen helfen, aktiv zu bleiben, sich zu vermehren und ein Langzeitgedächtnis zu bilden, um Krebszellen dauerhaft erkennen zu können", verdeutlicht UCLA-Wissenschaftler Song Li.
Wie das Smartphone-Laden
Die Mikropartikel nutzen das TCR-Antigen, um die Immunzellen zu reaktivieren. Sie sind zudem mit einer Hülle versehen, die das Signalprotein Interleukin-15 enthalten, das die Zellvermehrung fördert. "Es ähnelt dem Anschluss eines Smartphones an ein Ladegerät. In diesem Fall verbinden sich die CAR-iNKT-Zellen mit dem TCR-Antigen, was eine Reihe molekularer Signale auslöst, die sie aktivieren und zur Zerstörung von Krebszellen zurückschicken", so UCLA-Postdoktorand Yan-Ruide "Charlie" Li.
Die Wirkung ist systemisch. Die wiederaufgeladenen Immunzellen zirkulieren im Blutkreislauf und töten Krebszellen im gesamten Körper. "Dieser Ansatz verbessert die Dauerhaftigkeit und Wirksamkeit der CAR-iNKT-Zellreaktionen in Modellen für solide Tumore als auch für systemische Blutkrebserkrankungen erheblich und bietet eine neue Strategie zur Stärkung zellbasierter Krebstherapien und zur Erweiterung ihres klinischen Potenzials", sagt Co-Studienleiterin Lili Yang.
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