pte20000502014 in Leben
Trotz fremder Eizelle genetisch eigene Kinder bekommen
Neue Technik bringt eigene Gene in Spender-Eizelle
Paris (pte014/02.05.2000/11:15)
Eine neue Fertilisationsmethode könnte unfruchtbaren Frauen ermöglichen, trotz fremder Eizelle genetisch eigene Kinder zu bekommen. Diese Technik hilft Frauen, bei denen ein Defekt der Eizellen die Entwicklung eines Embryos verhindern - sie müssen bisher auf Eizellen einer Spenderin zurückgreifen, die im Reagenzglas mit dem väterlichen Samen befruchtet werden. Bei der neuen Technik wird der Kern einer Eizelle mit einer entkernten, gespendeten Eizelle verschmolzen. Anschließend kann diese befruchtet werden. Das Team aus französischen, spanischen und italienischen Forschern um Jan Tesarik vom Laboratoire d'Eylan in Paris stellte die Forschungsergebnisse in der Zeitschrift Human Reproduction vor. http://www.eurekalert.org/releases/mwcom-nft042400.htmlFrauen mit Schäden im Zytoplasma ihrer Eizellen stellen etwa zehn Prozent der Frauen, die auf eine Befruchtung im Reagenzglas hoffen, sagt Tesarik. Bei der neu entwickelten Technik wird der Zellkern einer Oocyte an das Spenderei, aus dem der Kern mittels Phytohaemoglutinin entfernt worden ist, geheftet. Dann kann der Kern mit der entkernten Eizelle durch Zugabe von Polyethylenglykol verschmelzen oder mechanisch, mittels einer Mikropipette, in die Zelle eingeführt werden. Eine Befruchtung wurde noch nicht versucht, sagt Tesarik, doch hält er es für geeignet, diese durch eine ICS durchzuführen, eine Technik, bei der ein Spermium mit einer Mikropipette in die Eizelle geführt wird. Dann könnte, laut Tesarik, der Eikern und das Spermium gleichzeitig mit dem kernlosen Spenderei verschmelzen. Informationen: Margaret Willson, E-Mail: m.willson@mwcommunications (wsa/EurekAlert) (Ende)
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