pts20000606019 in Forschung
TRIZ ermöglicht systematische Erfindungen
Software bietet Hilfe bei innovativen Prozessen
Wien (pts019/06.06.2000/12:40)
TRIZ nennt sich ein in Europa neues Verfahren zur Lösung von technischen und organisatorischen Aufgaben. Damit wird es Forschern, Erfindern, aber auch Personen, die in Entscheidungsfindugsprozesse eingebunden sind, möglich, auf erprobte Problemlösungsinstrumentarien zurückzugreifen. Auf Einladung des Österreichischen Gewerbeverbandes stellte der Unternehmensberater Michael Seebacher http://www.ideationtriz.com Interessenten diese in Österreich noch wenig bekannte Methode vor.Der Begriff TRIZ leitet sich aus dem Russischen ab und bedeutet so viel wie Theorie der erfinderischen Problemlösung. Seine Ursprünge hat die Methode in Russland, wo vor allem Genrich Altshuller nach dem zweiten Weltkrieg bis in die Mitte der 80er Jahre als führender Proponent dieser Methode galt. Nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs wurde die Erkenntnismethode von Altshuller-Schülern in den USA weiter entwickelt.
Das Grundprinzip basiert auf einer systematischen Erforschung von Grundstrukturen, innerhalb erfinderischer Prozesse. Nach Durchsicht von rund 200.000 Patenten erkannten die TRIZ-Forscher grundlegende Muster der technischen Evolution. TRIZ setzt hauptsächlich bei Erfindungen an, die außerhalb der bis dahin üblichen Gedankengebäude liegen. Als Beispiel kann die Erfindung des Düsenflugzeugs genannt werden, das sich zwar an die physikalischen Grundstrukturen der Funktionalität eines Flugzeuges hält, aber eine völlig neue Form des Antriebs darstellte. Weiters waren Erfindungen von komplett neuen Systemen, wie z.B. die Erfindung des Lasers oder des Radios für das Erkenntnismodell von TRIZ von relevanter Bedeutung. Diese machen nur rund 2 Prozent aller Erfindungen aus, alle anderen sind mehr oder weniger Weiterentwicklungen, bzw. Anwendungen nach bereits bekannten technisch-physikalischen Erkenntnissen.
Mit der Software Innovation WorkBench (IWB) wird dem Emtwicklungsingenieur die gesamte TRIZ-Methodik in Form eines Expertensystems und einer Wissensdatenbank zur Verfügung gestellt. Die Neuentwicklung oder die Verbesserung und Kostenoptimierung bestehender Prozesse und Produkte kann dadurch ebenso wie die Beseitigung möglicher Fehlerquellen bewerkstelligt werden. Ausgegangen wird dabei von der Problemdefinition und der grafischen Funktionsanalyse, nach der das System eine Reihe von alternativen zielführenden Lösungswegen vorschlägt. Danach wird der User zu den entsprechenden IWB-Modulen geleitet, in denen illustrierte Ingenieursbeispiele aus der Praxis, sowie Beschreibungen von technischen und physikalischen Effekten Anregungen für Lösungsansätze geben.
Die Wiener Firma Idea Connection Systems hält verschiedenste Seminare ab, in der ein tieferer Einblick in TRIZ vermittelt wird und der Umgang mit der Innovation WorkBench-Software erlernt werden kann. (sw)
Nähere Informationen:
Idea Connection Systems Inc.
Dr. Michael Seebacher
Goldmarktplatz 15
A-1130 Wien
Tel: 01/8791401
Fax: 01/8771255
E-Mail: mseebac@ibm.net (Ende)
| Aussender: | ITTI: Informationstransfer für neue Technologien und Innovationen |
| Ansprechpartner: | Mag. Stefan Walitza |
| Tel.: | 01/8104530-0 |
| E-Mail: | walitza@pressetext.at |
| Website: | www.fff.co.at/ |
