Thrombozythen halten sich tiefgekühlt länger
Wissenschaftler sehen in einer neuen Methode bessere Chancen für Unfall- und Kriegsverletzte
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Blutplättchen: Sie lassen sich jetzt länger konservieren (Bild: swiftsciencewriting, pixabay.com)
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Brisbane/Melbourne (pte001/11.12.2025/06:00)
Mit einer neuen Konservierungsmethode von Medizinern der University of Queensland (UQ) und dem Blutspendedienst Australian Red Cross Lifeblood lassen sich Blutplättchen (Thrombozyten) zwei Jahre lang haltbar machen. Mit heute üblicher Technik ist es nur eine Woche. UQ-Forscher Michael Reade hat nachgewiesen, dass die Blutplättchen, die bei einer Temperatur von minus 80 Grad konserviert worden waren, genauso gut eingesetzt werden können wie herkömmlich aufbewahrte.
Sicherheit gewährleistet
Das Team hat in seiner Studie 400 Patienten untersucht, die am Herzen operiert wurden. Sie erhielten entweder gefrorene Thrombozyten oder standardmäßig flüssig gelagerte Blutplättchen. "Wir stellten fest, dass gefrorene Thrombozyten zwar sicher in der Anwendung waren, aber im Vergleich zu flüssig gelagerten Thrombozyten etwas weniger wirksam bei der Stillung von Blutungen waren", so Reade.
Die neue Konservierungsmethode werde sich positiv auf die internationale Verwaltung von Blutvorräten auswirken und könnte Leben in abgelegenen Gebieten und Kriegsgebieten retten. "Thrombozyten-Transfusionen werden bei starken Blutungen eingesetzt und retten täglich Leben, insbesondere bei Geburts- und Magen-Darm-Patienten sowie bei Menschen, die bei Unfällen oder in Kampfgebieten verletzt wurden", sagt der Experte.
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