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pte20000308024 in Forschung

Textilbeton ermöglicht Leichtbauweise

Textilien als leichter Stoff für dünnwandige Betonplatten


Dresden (pte024/08.03.2000/12:00)

In siebenjähriger Zusammenarbeit haben Professor Peter Offermann vom Institut für Textil- und Bekleidungstechnik und Professor Manfred Curbach vom Institut für Tragwerke und Baustoffe sowie weitere Professoren der Baufakultät der TU Dresden den Textilbeton entwickelt. http://www.tu-dresden.de/biwitb/sfb528 Gemeinsam analysieren sie nun in einem Sonderforschungsbereich an der TU das Trageverhalten von verschiedenen Fasermaterialien im Beton sowie die Abhängigkeiten, die das Trageverhalten beeinflussen.

Textilbeton ist um einiges leichter als Stahlbeton und eröffnet damit den Weg zum superleichten Bauen. Ein Grund für das Gewicht herkömmlicher Bauteile liegt in der Schutzfunktion der Betondeckung, sie soll den Stahl vor der Korrosion bewahren. Die textilen Fasern können hingegen in extrem dünnwandige Betonteile eingesetzt werden, um optimal den Kräften zu trotzen, die an dem jeweiligen Bauteil wirken. Von der nicht existierenden Gefahr der Durchrostung ganz zu schweigen. Biegeprüfungen an der Technischen Universität Dresden haben beispielsweise ergeben, dass die Festigkeit von faserverstärkten Betonplatten sich um das 3- bis 6,5-fache erhöht gegenüber unbewehrten Platten.

"Wir haben das Prinzip der textilen Strukturen bei den faserverstärkten Kunststoffen auf den Beton übertragen", berichtet Professor Manfred Curbach, Sprecher des Sonderforschungsbereichs 528 "Textile Bewehrungen zur bautechnischen Verstärkung und Instandsetzung". "Damit werden völlig neue Perspektiven eröffnet, sowohl bei der Herstellung extrem dünnwandiger Betonbauteile als auch für den Einsatz in der Sanierung und Verstärkung bestehender Bauwerke." Beispielsweise wird gegenwärtig schon der Einsatz von Textilbeton zur Verstärkung von Spannbetonmasten für Oberleitungen untersucht. Auch im Holzbau sollen die textilen Bewehrungen - hier in einer Kunststoffmatrix - zum Einsatz kommen. So können beispielsweise die hölzernen Knotenpunkte eines Dachstuhls verstärkt und ihre Tragfähigkeit deutlich erhöht werden.

Die textilen Strukturen beseitigen beim Holz die durch die sogenannte Anisotropie - so nennt man die ausgeprägte Richtungsabhängigkeit der physikalischen Eigenschaften - bedingten Festigkeits- und Steifigkeitsunterschiede. Informationen: Prof. Peter Offermann, Institut für Textil- und Bekleidungstechnik, E-Mail: itb@tudurz.urz.tu-dresden.de und Prof. Manfred Curbach, E-Mail: mcurbach@rcs.urz.tu-dresden.de (idw) (Ende)
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