pte20000709015 in Leben
Synthetische Diamantklingen für die Augenheilkunde entwickelt
Eigenschaften entsprechen denen von Naturdiamant
Ulm (pte015/09.07.2000/16:00)
Ausgangsmaterial für die Herstellung der synthetischen Diamantklingen ist eine polykristalline Diamantschicht auf einem Siliziumträger, die in einem Plasma-CVD(Chemical Vapor Deposition)-Verfahren synthetisch erzeugt wird. Dieses Verfahren wurde ursprünglich für die Mikrotechnologie zur Herstellung robuster Mikrosensoren entwickelt. Die physikalischen Eigenschaften der so hergestellten synthetischen Diamantschichten entsprechen denen von Naturdiamant. Das Verfahren erlaubt die Erzeugung dünner Diamantschichten, die aufgrund ihrer sehr geringen Oberflächenrauhigkeit ohne nachträgliche Politur für die Herstellung von Diamantskalpellen verwendet werden können.Die Nutzung dieser Diamantfilme als Werkstoff für die Mikrosystemtechnik erforderte die Weiterentwicklung und Adaptation von Technologien aus der Silizium-Mikrosystemtechnik - insbesondere Kontakttechnologien, Lithographie- und Strukturierungsverfahren. Bei der wissenschaftlichen Untersuchung der Schneideeigenschaften und der Formgebung der Diamantklingen einschließlich ergonomischer Gestaltung der Griffe arbeiteten die Techniker unter anderem mit der Arbeitsgruppe um PD. Dr. Christoph W. Spraul, Oberarzt in der Ulmer Universitäts-Augenklinik, zusammen. http://www.uni-ulm.de/medizin/studikom.html
Die Entwicklung neuartiger Diamantklingen resultiert aus einer Kooperation zwischen Industrie und Universität. Die Gesellschaft für Diamantprodukte (GFD), eine Spin-off-Gründung der Universität Ulm http://www.uni-ulm.de/ entwickelte sich mit Venture Kapital des DaimlerChrysler Forschungszentrums. Maßgebenden Anteil hatten die Ulmer Elektrotechniker Dr.-Ing. Peter Gluche (Abteilung Elektronische Bauelemente und Schaltungen) und Dr. André Flöter von DaimlerChrysler. (idw) (Ende)
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