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pte20000831056 in Forschung

Studie: UMTS wird ein teurer Spaß

Langwieriger Netzaufbau sowie Engpässe in der Handy-Engpass verzögern Markteinführung


Wien (pte056/31.08.2000/18:32)

Die Einführung der UMTS-Technologie in Österreich könnte für die Mobilfunkbetreiber neben der Versteigerung der Lizenzen zusätzliche, nicht einkalkulierte Kosten bringen. Dies prophezeit Georg Serentschy, Telekom-Spezialist des Beratungsunternehmens Arthur D. Little http://www.arthurdlittle.com in Österreich. Durch Verzögerungen beim Netzaufbau sowie Engpässen in der Produktion und Belieferung von Handys werde sich die flächendeckende Markteinführung von UMTS ähnlich wie bei WAP und GPRS verzögern. Als Obergrenze für die kommende UMTS-Lizenzversteigerung nennt Serentschy einen möglichen Auktionserlös von 30 Mrd. Schilling.

Von den Verzögerungen werden nach Ansicht Serentschys vor allem die "Greenfielder" - jene Unternehmen, die bisher noch nicht am Mobilfunkmarkt vertreten sind - stärker betroffen sein, da diese vom laufenden GSM-Geschäft nicht profitieren. Erworbenes Fremdkapital für die Finanzierung werde durch die Verzögerung teurer und so den Kostendruck auf die neuen Unternehmen erhöhen. Als weiteren Nachteil bei Greenfieldern ortet Serentschy den Mangel an Beziehungen zu Lieferanten, die die etablierten Betreiber seit Jahren aufgebaut haben.

Der Netzausbau werde nicht so zügig voranschreiten wie erhofft, mutmaßt der Experte. Wurden bisher durchschnittlich fünf GSM-Netze gleichzeitig errichtet, so werden es bei UMTS 60 Netze sein, die zudem erheblich komplexer seien. "Die Betreiber werden es mit Engpässen bei der Lieferung von Sendeanlagen, aber auch beim Erhalt von Bau- und Betriebsgenehmigungen zu tun haben", so Serentschy. Hinzu komme, dass die Hersteller ihre Fertigungskapazitäten nicht ausweiten würden, da es sich in den Jahren 2001 und 2002 um eine einmalige Nachfragespitze handeln dürfte.

Für eine weitere Verzögerung bei der Markteinführung von UMTS könnten die Kunden selbst sorgen. Solange UMTS-Handys nicht über deutlich mehr Features als die bisherigen GSM-Handys verfügen, werde die breite Masse der Anwender ihre Handys nicht wechseln. (Ende)
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