pte20000329036 in Leben
Studie: Miss America verliert permanent an Gewicht
Gekürte Schönheitsideale haben gesundheitlich bedenkliches Körpergewicht
Baltimore (pte036/29.03.2000/16:09)
Eine Untersuchung von Wissenschaftlern der John Hopkins School of Public Health http://www.jhsph.edu ergab, dass das Normalgewicht der amerikanischen Schönheitsköniginnen zunehmend gesundheitlich bedenkliche Maße annehme.Der Wissenschaftler Benjamin Caballero analysierte mit seiner Kollegin Sharon Rubinstein Größe und Gewicht der Schönheitsköniginnen von 1922 bis 1999. Das Ergebnis, das in der Zeitschrift der American Medical Association http://www.ama-assn.org veröffentlicht wurde, sei, so die Forscher, interessant. Der Body-Mass-Index (BMI), die Standardgröße zum Bestimmen des Ideal- beziehungsweise Normalgewichts, ist bei den Schönheitsköniginnen stark rückläufig. Der BMI wird aus dem Gewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Größe in Metern errechnet. Die Normgröße bewege sich um einen Wert zwischen 20 und 25.
Die Miss America des Jahres 1922 besaß einen BMI, der den heutigen Normalwerten entspricht. Im Verlauf der Jahrzehnte wurden jedoch zunehmend Frauen gekürt, die nach BMI-Maß unterernährt sind. Eine Schönheitskönigin hatte sogar einen BMI von16,9.
"Der zeitgenössische Schlankheitskult ist als ein wichtiger Faktor für die zunehmenden Fälle von Essstörungen vor allem bei jungen Frauen erkannt worden", so die Wissenschaftler. "Kürzlich durchgeführte Studien verwiesen darauf , dass 50 bis 75 Prozent der jungen Frauen mit ihrem Gewicht und ihren Körpermaßen unzufrieden sind. Auch Berufe, bei denen ein starker Einfluss auf die Kontrolle des Körpergewichts angenommen wird, wie Athleten oder Tänzer, weisen höhere Raten an Essstörungen auf." Schönheitsköniginnen definieren genau, welche Schönheitsideale, inklusive Körpergewicht, modern wären. Der tatsächliche Einfluss von Schönheitswettbewerben auf das Essverhalten und den Lebensstil junger Frauen sei zwar nicht ausreichend untersucht, aber es sei sehr wahrscheinlich, dass sie einen starken, wenn auch indirekten Effekt haben.
Weitere Informationen: http://jama.ama-assn.org/issues/v283n12/fig_tab/jlt0322-6_f1.html (Ende)
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