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pte20000911005 in Leben

Stress setzt Frauen einem hohen Herzrisiko aus

Östrogenmangel führt auch vor der Menopause zu Erkrankungen


Winston-Salem (pte005/11.09.2000/10:45)

Aufgrund von Stress verringerte Östrogenwerte können junge Frauen einem hohen Risiko einer Herzerkrankung aussetzen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie von Wissenschaftlern des Wake Forest University Baptist Medical Center http://www.wfubmc.edu gekommen.

Der Leiter der Studie, Jay Kaplan, erklärte, dass die mit weiblichen Affen durchgeführte Studie den Schluss nahelege, dass Stress die Östrogenwerte beeinflusse und auch vor der Menopause zum Entstehen einer Herzerkrankung führen könne. Bis jetzt habe man immer angenommen, Frauen seien bis nach der Menopause gegen Herzerkrankungen immun. "Legt man unsere Erkenntnisse auf Menschen um, so zeigt sich, dass ein Östrogenmangel vor der Menopause eine höhere Anzahl von Herzerkrankungen nach der Menopause begünstigt, auch wenn dann eine Östrogenbehandlung erfolgt."

Für die Studie wurden weibliche Affen in Gruppen aufgeteilt, die das Entstehen einer natürlichen Hackordnung begünstigten. Affen, die aufgrund ihrer untergeordneten Rolle sozialem Stress ausgesetzt waren, produzierten deutlich weniger Östrogen. Diese Affen litten vier Mal so häufig an Arterienverkalkung wie ihre dominanten Artgenossen mit normalen Östrogenwerten. Erhielten die gestressten Affen entweder vor oder nach der Menopause eine Östrogenbehandlung, verringerte sich die Anzahl der Arterienverkalkungen um die Hälfte. Bei der Gabe eine doppelten Östrogendosis vor und nach der Menopause entsprachen die Werte wieder jener der dominanten Affen. (Ende)
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