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pte20000909019 in Leben

Streitende Hände helfen bei Erforschung des Willens

Neurologisches Syndrom soll näher untersucht werden


London (pte019/09.09.2000/17:20)

Ein seltsames neurologisches Syndrom könnte Wissenschaftlern helfen, den menschlichen Willen besser zu verstehen. Dies berichtete der Neurologe Sergio Della Sallo auf dem Wissenschaftskongress "Creating Sparks" in London. http://www.britassoc.org.uk/creatingsparks Bei Menschen, die am "anarchischen Hand"-Syndrom leiden, sieht es oft so aus, als würden zwei Willen miteinander kämpfen, erklärte Della Salla.

Das Syndrom entsteht nach einem Gehirnschaden etwa in Folge eines Schlaganfalls oder Unfalls. Die Patienten seien scheinbar nicht mehr in der Lage, beim Bewegen einer ihrer Hände, den eigenen Willen durchzusetzen, so Della Salla. Eine Patientin erzählte, wie sie entsetzt zugeschaut habe, als ihre Hand Fischreste vom Teller aufgehoben und diese in ihren Mund gesteckt habe.

Betroffene seien jederzeit überzeugt, dass es sich um ihre eigene Hand handle und versuchten oft vergeblich, diese zu kontrollieren, so der Neurologe. Eine Patientin versuchte sogar, ihre anarchische Hand zu schlagen und zu beschimpfen, als diese Sachen machte, die die Frau gar nicht wollte.

Bis jetzt sind weltweit nur 40 Fälle vom anarchischen Hand-Syndrom dokumentiert worden. Nun will Della Salla eine Testserie vorbereiten, um gängige Theorien zu diesem Phänomen besser überprüfen zu können. (Ende)
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