pte20000629018 in Leben
Stickstoffmonoxid mit Fluoreszenz nachweisbar
Kern der neuen Nachweismethode ist Kobalt-Komplex
Cambridge/USA (pte018/29.06.2000/13:45)
Stickstoffmonoxid spielt im menschlichen Körper eine erhebliche Rolle. Deshalb ist es wichtig, das Gas, das bei der Muskelentspannung, bei Immunreaktionen und im Gedächtnis wirkt, genau nachweisen zu können. Beste Erfolge zeige eine neue Fluoreszenzmethode auf der Basis von Kobalt, berichten Stephen Lippard und seine Kollegen vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) in der jüngsten Ausgabe von "Angewandte Chemie". http://www.mit.edu/Im Kern der neuen Nachweismethode steht ein sogenannter Kobalt-Komplex. Er besteht aus einem zentralen Kobaltatom, das von zwei Armen eines organischen Liganden umspannt wird. Mit vier Bindungsstellen heftet sich der Ligand an das Atom. Kommt Stickstoffmonoxid http://www.apnet.com/no/ dazu, lassen zwei Arme des Liganden den Kobalt los und greifen sich stattdessen das Stickoxid. Dann ist der Ligand nur noch mit zweien seiner Arme gebunden.
Das ändert seine Fluoreszenz-Eigenschaften: Sind alle Arme des Liganden am Kobalt http://www.uniterra.de/rutherford/ele027.htm gebunden, fluoresziert er nicht, mit freien Ärmchen hingegen doch. Fluoreszenz signalisiert also die Anwesenheit von Stickstoffmonoxid. Auf andere Gase reagiert der Komplex nicht. Lippard hält den Sensor für besonders gut, weil er direkt auf Stickstoffmonoxid reagiert. Er hat das Potenzial, die Bildung des Stoffes sowohl räumlich als auch zeitlich aufgelöst in Echtzeit sichtbar zu machen."
Das Vorkommen von Stickstoffmonoxid im menschlichen Stoffwechsel wurde 1987 entdeckt. Für Aufsehen sorgte dies 1998, als Viagra auf den Markt kam. Die Pille setzt im Körper Stickstoffmonoxid frei, das aufgrund seiner gefäßerweiternden Wirkung Erektionsstörungen entgegenwirkt. (wsa) (Ende)
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