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pte20000821036 in Leben

Sterblichkeitsrate bei Schizophrenen steigt

Ambulante Behandlung nicht ausreichend


Stockholm (pte036/21.08.2000/15:53)

Der Trend zur ambulanten Behandlung von Menschen, die an Schizophrenie leiden, steigt und somit auch die Sterblichkeitsrate der Erkrankten. Dies ergab eine schwedische Studie, die in der aktuellen Ausgabe von "British Medical Journal" erscheint.

Vor allem wegen der relativ vielen Selbstmorde bei Schizophrenen ist die Sterblichkeitsrate bei diesen Menschen von vornherein höher. Die schwedischen Forscher wollten testen, inwiefern Änderungen in der Betreuung Richtung verstärkte ambulante Behandlung Auswirkungen auf die Sterblichkeitsrate hatten. Dafür analysierten sie Daten aller Menschen im Raum Stockholm, bei denen zwischen 1976 und 1995 mit Schizophrenie diagnostiziert wurde.

In dieser Zeitperiode ging die Zahl der Tage, die Menschen mit Schizophrenie in Krankenhäusern verbrachten, um 64 Prozent zurück. Die Sterblichkeitsrate dagegen stieg um 70 Prozent bei den männlichen Patienten und um 30 Prozent bei den Frauen. Die Selbstmordrate nahm dabei um 60 Prozent bei den Männern und um 90 Prozent bei der Frauen zu. "Diese Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, die Sterblichkeitsrate unter anderem bei Schizophrenen als Indikator der Ergebnisse und Qualität psychiatrischer und medizinischer Betreuung ständig zu beobachten", so Studienleiter Urban Ösby.

British Medical Journal: http://www.bmj.com/content/vol321/issue7259/twib.shtml#321/7259/0/f (Ende)
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