pte20000728021 in Leben
Stechmücken zur Gelbfieberbekämpfung eingesetzt
Manipuliertes Mücken-Immunsystem produziert antibakterielles Protein
East Lansing/USA (pte021/28.07.2000/14:20)
US-Wissenschaftler haben Stechmücken genetisch soweit verändert, dass sie kaum mehr Krankheiten übertragen können. Sie manipulierten das Immunsystem der Gelbfiebermücke Aedes aegypti, so dass es ein starkes antibakterielles Protein, genannt Defensin, produziert, berichtet der britische Sender BBC. http://news.bbc.co.uk/hi/english/sci/tech/newsid_849000/849355.stmVladimir Kokoza von der Michigan State University http://www.msu.edu/home/ hatte mit Kollegen ein zweiteiliges Gen zusammengestellt und in die Mücken-DNA eingepflanzt. Die Defensin-Freisetzung, durch Blutnahrung angeregt, sorgt dafür, dass in den Insektenkörper übertragene Pathogene wie Gelbfieber und Malaria nicht überleben können.
Rund um die Welt nehmen durch Stechmücken übertragene Krankheiten dramatisch zu. Da die Insekten zunehmend Resistenzen gegen Arzneien und Pestizide aufbauen, suchen Mediziner neue Lösungen in der Gentechnik. Die Genmanipulation der Stechmücken ist jedoch nur ein erster Schritt. Viel schwieriger, so die Kritiker, sei es, eine ausreichend große Zahl der neuen Gen-Stechmücken ins Freiland zu bringen, um die natürlichen Populationen zu ersetzen. Denn meist haben die neuen Populationen eine geringere genetische Variabilität und sind daher weniger widerstands- und überlebensfähig. (wsa/BBC) (Ende)
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