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pte20000512001 in Forschung

Spezialtinte für Gravur- und Ätz-Vorgänge entwickelt

Nano-Poren entstehen aus getrocknetem Tintenklecks


Livermore (pte001/12.05.2000/07:15)

Eine Spezialtinte aus den USA soll künftig viele Gravur- und Ätz-Vorgänge im Nanometer-Bereich überflüssig machen: Beim Trocknen ordnen sich die Tintenpartikel zu funktionsfähigen, regelmäßigen Schichten an. Mit einem einfachen Tintenstrahldrucker oder Füller aufgetragen, soll die "intelligente Tinte" die typischen Formen, Masken und Schutzlacke eines lithographischen Prozesses vergessen machen. Zudem kann eine solche Tintenschicht offenbar nicht nur als Schaltkreis, sondern auch als Filter oder Sensorenmaterial fungieren: Beim Trocknen entstehen in regelmäßigen Abständen zahllose kleine Löcher, so genannte Nano-Poren. Dort platzierte, aktive Moleküle sollen dann jede Art von Gas oder Flüssigkeit, Laserlicht oder elektromagnetische Felder "unter die Lupe nehmen" können. http://www.eurekalert.org/releases/snl-mwa050400.html

"Unser Errungenschaft sollte von praktischer Bedeutung für all jene sein, die Sensorfelder und Flüssigkeits- oder Photonensysteme direkt schreiben wollen, statt sie mechanisch zu konstruieren", erklärt Projektleiter Jeff Brinker. Die ersten Prototypen solcher Systeme hätten bereits erfolgreich den pH-Wert von Flüssigkeiten gemessen, die durch Kapillarwirkung durch die Poren bewegt worden waren. Andere Strukturen könnten als Wellenleiter beispielsweise Laserlicht umleiten. Das Team um den Wissenschaftler an den staatlichen Sandia National Laboratories http://www.sandia.gov und Professor der University of New Mexico veröffentlichte seine Ergebnisse im Fachmagazin Nature.

Kombiniert man die Tinte im Drucker mit computergesteuerten Designprogrammen (CAD), so lässt sich eine funktionale Nanostruktur innerhalb von Sekunden vom Computerbildschirm in die Wirklichkeit holen, so Brinker. "Man hat bereits Tintenstrahldrucker genutzt, um keramische Materialien auf ein Substrat zu drucken", erklärt er: "Hier organisiert sich die Tinte innerhalb eines Tintentropfens selbst zu noch weiteren Funktionen: Poren-Netzwerke, Oberflächen, die mit organisch funktionalen Liganden und mesoskopischen Poren-Kanälen bestückt sind. Es ist eine selbstorganisierende Fabrik." Tatsächlich könne man sogar Tausende von verschiedenen Tinten miteinander mischen und so auch die Funktionalität ihrer Inhaltsstoffe kombinieren. Informationen: Neal Singer, E-Mail: nsinger@sandia.gov (wsa/EurekAlert) (Ende)
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