pte20000727030 in Forschung
Speichernetzwerke für Attacken anfällig
Vier Prozent der Knoten sichern weltweite Verbindung
Indiana (pte030/27.07.2000/15:37)
Amerikanische Physiker der Universität Notre Dame in Indiana http://www.nd.edu haben festgestellt, dass Speichernetzwerke von einer kleinen Anzahl von Knoten abhängig sind. Werden diese wichtigsten Verknüpfungsstellen (es handelt sich dabei um vier Prozent aller Knoten) aus dem Netz entfernt, bricht die Datenübertragung zusammen. Als Schlussfolgerung sei alles daran zu setzen, die Schlüsselknoten vor Attacken zu sichern.In den Speichernetzwerken hat jeder Knoten annähernd dieselbe Anzahl von Verknüpfungen, solche mit extrem vielen Verknüpfungen werden exponenziell weniger. Diese Speichernetzwerke kommen mit Attacken gegen ihre Speicherknoten nicht zurecht. Die Entfernung des Speichers jedes Knotens stoppt den Informationsfluss, da jeder Link gleich wichtig ist.
Im Gegensatz dazu tragen bei den "skalenlosen" Netzwerken (WWW und Internet) einige Knoten jeweils nur ein paar Verbindungen, andere wiederum sind sehr stark miteinander verlinkt. Diese Verknüpfungspunkte haben eine extrem unregulierte Struktur, die keinen Einblick in deren Organisation ermöglicht. Web und Internet haben mit Attacken gegen den Speicher keine Probleme. Im "skalenlosen" Netzwerk gibt es mehrere Pfade für die Informationsübertragung zum gewünschten Ziel.
Werden die wichtigsten Knotenpunkte herausgenommen, ist das Netzwerk in verschiedene Inseln wie "Datenwasserfälle", die ihren Weg durch das System suchen, zerrüttet. Wenn nur ein Prozent der wichtigsten Knoten ausfällt, brauchen die Daten doppelt so lange auf dem Datenhighway.
Die Wissenschaftler haben das Web und das Netz getrennt betrachtet, da diese unterschiedliche Netzwerke beinhalten. Die Fülle von Homepages, die mit Hyperlinks verknüpft sind, bilden das WWW, das Internet hingegen ist das physikalische Netzwerk, das mit so genannten Routers verbunden ist. (bbc) (Ende)
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