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pte20000322019 in Leben

Speichel- und Urintests erlauben Früherkennung von Krebs

Verfahren erkennt mutierte DNA-Stränge


Baltimore/Maryland (pte019/22.03.2000/11:15)

Mediziner von der Johns Hopkins Universität sind überzeugt davon, dass einige Krebsarten lange vor Ausbrechen der Erkrankung erkannt werden können, indem mit einem von ihnen entwickelten Test im Speichel oder Urin nach mutierten DNA-Strängen gesucht wird. http://hopkins.med.jhu.edu/press/2000/MARCH/000316A.HTM

David Sidransky http://www.med.jhu.edu/gradweb/cmm/faculty/sidransky.html und sein Team veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Science. http://www.sciencemag.org Der Speichel- bzw. Urin-Test wird ihrer Meinung nach in drei bis fünf Jahren allgemein zur Früherkennung von Krebs eingesetzt werden können.

Krebs entsteht, wenn sich die DNA in einem Zellkern verändert und unkontrollierte Zellteilungen verursacht. Stirbt eine Tumorzelle, so werden Teile der mutierten DNA in die Blutbahn ausgeschüttet. Das Auffinden dieser winzigen Stücke ist vergleichbar mit der sprichwörtlichen Suche nach einer Nadel in einem Heuhaufen. Der Durchbruch gelang den Wissenschaftlern, die sich schon jahrelang mit der Veränderung von Zellkernen beschäftigen, als sie sich den Mutationen von DNA-Strängen, den sogenannten Mitochondrien, zuwandten. http://www.merian.fr.bw.schule.de/Beck/skripten/Mito.htm

Mitochondrien sind Teil der menschlichen Zellen und werden auch als "Kraftwerke der Zellen" bezeichnet. Die Mitochondrien enthalten ebenso wie der Zellkern DNA. Es ist bekannt, dass Mitochondrien eine wichtige Rolle bei der Krebserkrankung spielen. "Zu unserer Überraschung fanden wir heraus, dass zwei Drittel der Krebsarten, die wir betrachteten, mitochondriale Mutationen besitzen," so Sidransky. Bei der Untersuchung des Speichels oder Urins konzentrierten sich die Wissenschaftler deshalb nicht auf die mutierte DNA aus den Zellkernen, sondern auf die in den weit häufiger auftretenden Mitochondrien.

Die Mediziner untersuchten die Proben von 20 Patienten, die an Krebs im Mund, im Kehlkopf, in den Lungen und an der Blase erkrankt waren. Es zeigte sich, dass der Test eine Sensitivität von 100% besitzt. Um die Wirksamkeit ihres Testes zu untermauern, untersuchten die Mediziner eine aus dem Jahr 1967 stammende Urinprobe des damaligen US-Vizepräsidenten Hubert Humphrey und fanden in der DNA Krebsmutationen. Eine Krebserkrankung war bei Humphrey erst 1976 diagnostiziert worden. Er starb 1978. (JHU) (Ende)
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