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pte20000822035 in Forschung

Software ermöglicht die Umwandlung von Fotos in 3-D-Gebäuderekonstruktionen

Restaurierungen werden durch berührungsloses Vermessen erleichtert


Jena (pte035/22.08.2000/16:40)

Informatiker der Friedrich-Schiller-Universität Jena http://www.uni-jena.de haben eine Software entwickelt, die aus wenigen Fotos eines Hauses in kürzester Zeit ein dreidimensionales Computermodell liefert. In weniger als einer halben Stunde erhalten Architekten Einblicke in den kompletten Gebäudekörper. Das Modell wird umso genauer, je mehr Bilder eingespeist werden.

Die entwickelten Algorithmen beseitigen Verzerrungen, die in jedem Foto mehr oder weniger stark auftreten, durch eine sogenannte Bildrektifikation. Für die Modellfindung griffen die Jenaer Informatiker auf "A-priori-Informationen" zurück. "Unsere Software basiert darauf, das Vorwissen des Architekten in die Rekonstruktions-Algorithmen zu integrieren", erläuterte ein Mitarbeiter des Jenaer Teams. Nach der Entwicklung der Algorithmen griffen die Informatiker auf bekannte mathematische Gesetzmäßigkeiten zurück.

Die entwickelte Methode arbeitet größtenteils automatisch. Durch diese Technik kann der Architekt die rektifizierten Bilder zu Hause bereits fertig vorliegen haben. Voraussetzung dafür sind eine digitale Kamera und ein Laptop. Unerwarteter Nebeneffekt des Forschungsprojektes ist die Integration bereits zerstörter Gebäude in historische Stadtkarten. Da bei älteren Fotos aber fast immer Daten über Kamera und Objektiv fehlen, sind diese Bilder nicht problemlos in Modelle überführbar. (Ende)
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