pte20000427002 in Leben
Sinneseindrücke wirken beim Aufbau der Hirnrinde mit
Hören, was es zu sehen gibt
Cambridge/USA (pte002/27.04.2000/11:00)
Was Lebewesen sehen, hören, riechen, fühlen kommt im Gehirn prinzipiell auf immer gleiche Weise an: in Form elektrischer Impulse, die durch die Nerven sausen und so Information weiterleiten. Dass diese Eindrücke aber nicht nur im Gehirn in für Gesehenes oder Gehörtes zuständigen Regionen landen, sondern selbst dabei mitwirken, welche Art Hirnrinde http://faculty.washington.edu/chudler/functional.html zur Verarbeitung sich aufbaut, haben Forscher des Massachusetts Institute of Technology http://web.mit.edu/msur/www/ in spektakulären Untersuchungen mit Frettchen nachgewiesen. http://web.mit.edu/newsoffice/nr/2000/brain.htmlDie in Nature veröffentlichen Ergebnisse beweisen, dass der Input mitbestimmt, welche nachgeschalteten Strukturen heranwachsen. Mit jungen Frettchen haben Mriganka Sur und seine Kollegen gearbeitet, da die Tiere bei Geburt noch ein recht unreifes Gehirn haben, an dem sich gut studieren lässt, was zur Weiterentwicklung beiträgt. Bestimmte Nervenbahnen wurden neu verknüpft: Aus dem Auge kommende Nervenleitungen verschalteten sie in die Hörrinde und - es bildeten sich dort der Sehrinde ähnliche Strukturen. Dazu gehören Nervenzellgruppen, die speziell auf optische Reize reagieren, die in verschiedene Richtungen weisen: waagerechte, senkrechte oder auch schräge Linien. Derartige Gruppen bildeten sich auch in der ans Sehen angeschlossene Hörrinde, berichten die Neurowissenschaftler.
Um zu klären, ob die Tiere Lichtreize nun sehen oder hören, trainierten die Forscher sie dazu, bei Licht auf einen Schalter zu treten, bei Geräusch auf einen anderen. Für die isoliert neu verschalteten Fasern ergab das Experiment: Auch die im Hörbereich gelandeten optischen Reize nahmen die Tiere als Licht wahr. (wsa) (Ende)
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