pte20000531030 in Leben
Seit Golfkrieg erhöhte Kindersterblichkeit im Irak
Nur im Autonomie-Gebiet verbessert sich die Lage
London (pte030/31.05.2000/15:21)
Die Kindersterblichkeit im Zentrum und im Süden des Irak ist in den Jahren seit dem Golfkrieg deutlich gestiegen. Im Autonomie-Gebiet im Norden des Landes dagegen ist die Sterberate leicht zurückgegangen. Dies sind die Ergebnisse einer Umfrage bei rund 37.000 Frauen zwischen 15 und 49 Jahren, die mit Unterstützung der UNICEF http://www.unicef.org durchgeführt worden ist.Im Zentrum und im Süden des Landes starben laut Umfrage zwischen 1994 und 1999 durchschnittlich 108 von 1.000 Kindern, die lebend zur Welt kamen. In den Jahren 1984 bis 1989 lag die Kindersterblichkeit bei 47 von 1.000 Kindern. Im Norden ging die Kindersterblichkeit zwischen 1984-1989 und 1994-1999 von 64 auf 59 zurück. (siehe Grafik) Ähnliche Zahlen ergab die Analyse der Sterberate bei Kleinkindern bis zu fünf Jahren. Im Zentrum und im Süden stieg die Rate von 56 auf 131, im Norden ging sie von 80 auf 72 zurück.
Die Kindersterblichkeit sei seit dem Golfkrieg und dem Verhängen des internationalen Handelsembargos deutlich gestiegen, so der Forschungsbericht. Bei den meisten Krankenhäusern seien seit dem Krieg keine Wartungs- oder Reparaturarbeiten durchgeführt worden. Das Gesundheitswesen habe zusätzlich unter Wassermangel und Stromknappheit gelitten. Im Autonomie-Gebiet habe unter anderem das "Oil for Food"-Entwicklungsprogramm zur kontinuierlichen Verbesserung der Lage beigetragen. Unter dem Titel "Sanctions and Child Mortality in Iraq" erscheinen die Ergebnisse der Studie in der aktuellen Ausgabe von "The Lancet".
http://www.thelancet.com/newlancet/reg/issues/vol355no9218/body.article1851.html (thelancet) (Ende)
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