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pte20000831057 in Leben

Schweiz und Österreich Spitzenreiter in Biolandbau

Biolandbau-Weltgipfel schliesst mit "Erklärung von Basel"


Basel (pte057/31.08.2000/19:00)

Die viertägige Wissenschaftskonferenz der IFOAM (International Federation of Organic Agriculture Movements) http://www.ifoam2000.ch in Basel ist am 31.8.00 mit der Verabschiedung einer "Erklärung von Basel" zu Ende gegangen. Die Anzahl von mehr als 1350 Teilnehmenden aus aller Welt übertraf alle Erwartungen und zeigt die wachsende Bedeutung der Bewegung. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Schweizer Forschungsinstitut für biologischen Landbau in Frick http://www.fibl.ch .

Die Erklärung von Basel, welche sieben Punkte umfasst, enthält Perspektiven und Aufgaben der Biolandbaubewegung. Die wichtigsten Ergebnisse seien hier zusammengefasst: In einer Zeit, wo biologische Kriterien in der Produktion zunehmend berücksichtigt werden, muss das Augenmerk auch auf Verarbeitung und Handel/Verkauf gerichtet werden. Es geht nicht an, dass biologische Produkte in der Weiterverarbeitung mit Chemie oder Gentech in Berührung kommen. Der Handel muss der wachsenden Forderung nach Convenience Food aus biologischer Produktion nachkommen, ohne den Kunden zu bemogeln.

Weiter stellt die IFOAM einen grossen Bedarf im Bereich Forschung fest. Insbesondere in den Gebieten Tiergesundheit und Biosaatgut bestünden grosse Lücken. In Basel wurden zu diesem Zweck verschiedene Forschungsnetzwerke gegründet.

Biolandbau ist, heisst es in Punkt fünf der Erklärung, entgegen der oft gehörten Behauptung keine Angelegenheit für reiche Industriestaaten. Da er wenig Geldmittel und mehr Arbeitskraft verlangt, sei er im Gegenteil geradezu prädestiniert für Entwicklungsländer. Biolandbau ist nicht vom teuren Zukauf von Pestiziden, Düngern und Saatgut abhängig und wird deshalb als nachhaltige Antwort zur Gentech bezeichnet.

Veröffentlicht wurden auch einige Zahlen, welche die wachsende Bedeutung nachhaltiger, biologischer Landwirtschaft verdeutlichen. In Europa sind rund zwei Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche biologisch bewirtschaftet. Spitzenreiter sind mit 8 Prozent Österreich und die Schweiz. Bei einem anhaltenden Wachstum von 20 bis 25 Prozent wird der Anteil des Biolandbaus bis ins Jahr2005 im europäischen Mittel auf 10 Prozent ansteigen.

Enorm schnell wächst der Markt für Bioprodukte. In Europa, Japan und den USA beträgt der Umsatz in diesem Jahr ca. 20 Mia. Dollar. Dabei wird die Rolle der Supermärkte als Händler immer wichtiger. In einigen europäischen Ländern, Österreich und die Schweiz eingeschlossen, werden bereits heute 60 bis 90 Prozent der Bioprodukte im Supermarkt verkauft.

Insgesamt wird der Kongress, der von zahlreichen Rahmenveranstaltungen und Seminaren begleitet war, von Organisation und Teilnehmern als sehr erfolgreich gewertet. Es sei bei allen Teilnehmenden eine Aufbruchsstimmung zu spüren gewesen, hiess es in der Schlusskonferenz. Nächstes grosses Ziel der IFOAM ist die Ausarbeitung internationaler Bio-Richtlinien, welche den einzelnen Ländern und Behörden zur Festlegung der Zertifizierungsverfahren dienen sollen. (Ende)
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