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pte20000421008 in Leben

Schnellprüfverfahren für Salmonellen entwickelt

Testflüssigkeit enthält Salmonellen-bindende Antikörper


Fayetteville/Arkansas (pte008/21.04.2000/11:00)

US-Forscher haben eine neue Untersuchungsmethode entwickelt, mit der man innerhalb von zwei Stunden bis zu 5.000 Salmonellenbakterien an kontaminierten Hühnchen aufspüren kann. Dieses Schnellprüfverfahren könnte bald zum Gebrauch von schnelleren, empfindlicheren und gründlicheren Biosensoren in der Nahrungsmittelindustrie führen. Die Wissenschaftler vom Center for Disease Control and Prevention http://www.cdc.gov/ der University of Arkansas schätzen, dass jährlich bis zu zwei Millionen Menschen vom Fieber und Durchfall der Salmonelleninfektion geplagt werden.

Ausgelöst wird sie meist durch verunreinigte Nahrung oder Wasser. Diese lasse sich zwar durch langes Kochen und Händewaschen verhindern, doch nun wollen die Forscher die Salmonellen bereits aufspüren, bevor das Fleisch das Produktionsunternehmen verlässt. "Schon nach zwei Stunden könne man das kontaminierte Fleisch aus der Produktion nehmen", erklärt Michael Slavik, der die neue Methode im Journal of Food Protection vorstellt. http://www.foodprotection.org/ Dies könne die Konsumenten vor dem Kauf kontaminierter Nahrung schützen und die Industrie vor teuren Rückrufaktionen. Das bisher übliche Verfahren zur Salmonellen-Identifizierung dauert drei Tage - zu lange für ein Nahrungsmittelunternehmen, bei dem täglich Millionen Hühnchen verarbeitet werden.

Bei dem neuen Schnellprüfverfahren muss man das Hühnchen zunächst in einer Pufferlösung schütteln. Die Flüssigkeit wird dann in ein Teströhrchen mit kleinen magnetischen Kugeln gefüllt, an denen sich Salmonellen-bindende Antikörper befinden. Sind nun die Salmonellen an die Kugeln gebunden, so werden sie wiederum mit einem Enzym behaftet - es handelt sich nun um einen "dreilagigen Sandwich". Das Enzym hat gleichzeitig die Eigenschaft, den Stoff Phenol aus einer Vorstufe herzustellen. Dieses Phenol, das nun genau proportional zur Bakterienanzahl vorliegt, lässt sich innerhalb einer Stunde durch eine kleine Elektrode nachweisen.

Die Wissenschaftler arbeiten jedoch weiter daran, diesen Erkennungsprozess noch schneller und genauer ablaufen zu lassen. Trotz ihres Erfolges warnen sie vor zu großer Euphorie: Der Biosensor könne nicht garantieren, dass das gesamte Fleisch eines Produktionsunternehmens salmonellenfrei ist, denn nur ein Bruchteil werde untersucht. Auch sei immer noch eine Salmonellen-Kontamination nach Verlassen des Produktionsunternehmens möglich, etwa durch ungewaschene Hände. (wsa) (Ende)
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