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pte20000722004 in Leben

Schmelzendes Grönlandeis beeinflusst Meeresspiegel

Ansteigen von 0,012 Zentimeter pro Jahr nachgewiesen


Wallops Island (pte004/22.07.2000/10:45)

Wissenschaftler der Nasa http://www.nasa.gov sind zu der Erkenntnis gekommen, dass die Eisdecke an der Küste Grönlands rasch dünner wird. Derzeit ist es immer noch mehr als ein Meter pro Jahr. Einer vorsichtigen Schätzung nach verliere die Eisdecke jährlich rund 51 Kubikkilometer Eis. Das sei genug, um den globalen Meeresspiegels jährlich um rund 0,012 Zentimeter ansteigen zu lassen, rund 7 Prozent des beobachteten Anstiegs.

Während die meisten Küstenregionen derzeit eine deutliche Verdünnung erleben, verdickt sich das Eis in einigen Regionen im inneren des Landes leicht. Die Nasa hat das Grönlandeis seit fast sieben Jahren genau beobachtet. 1993 und 1994 wurde mit einem Laserhöhenmesser und GPS-Empfängern die ganze Region vermessen. 1998 und 1999 wurde dieser Vorgang wiederholt. Heute sind Teile der Eisdecke erstmals so genau vermessen, dass signifikante Veränderungen in der Höhe entdeckt werden können.

Der Nasawissenschaftler Bill Krabill erklärte gegenüber dem Magazin Science, http://www.sciencemag.org dass dieser Anstieg des Meeresspiegels Küstenregionen nicht gefährde. Die Ergebnisse bewiesen allerdings, dass Ränder der Eisdecke sich veränderten. Diese Verdünnung könne nicht nur auf ein verstärktes Schmelzen zurückgeführt werden. Es scheine, dass das Eis über die Gletscher schneller ins Meer gelange. "Die Erklärung dieser starken Verdünnung der Ränder der Eisdecke erfordert weitere Studien. Es könnte sein, dass diese Ränder schneller als erwartet auf externe Veränderungen wie die globale Erwärmung reagieren."

David Viner von der Climatic Research Unit der University of East Anglia http://www.cru.uea.ac.uk bestätigt, dass diese Ergebnisse in Einklang mit den Modellrechnungen stehen. "Es handelt sich etwa um vier Prozent des erwarteten Anstiegs zwischen vier und zehn Zentimeter pro Dekade. Das könnte auf eine wichtigere Folge als den Anstieg des Meeresspiegels hinweisen, nämlich die Verringerung des Rückstrahlvermögens des Eises. Erreicht so mehr kaltes Frischwasser den Nordatlantik könnte das die Zirkulation der Ozeane beeinflussen." (science/bbcnews) (Ende)
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