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pte20000602014 in Leben

Schlaganfälle frühzeitig diagnostizieren

Eine Untersuchung von nur zwanzig Minuten gibt Klarheit


Heidelberg (pte014/02.06.2000/11:30)

Mit Hilfe der Magnetresonanz-Tomographie können Radiologen bei einem akuten Schlaganfall bereits in der Frühphase die Ursache exakt diagnostizieren - eine wichtige Voraussetzung für die nachfolgende Therapie. Der Schlaganfall ist nach Herzinfarkt und Krebs die dritthäufigste Todesursache. Er ist aber auch die häufigste Ursache von Behinderungen. Denn die meisten Patienten sind mehr oder weniger stark durch Lähmungen und andere neurologische Ausfallserscheinungen beeinträchtigt.

Neue Therapiemethoden können bei einem ischämischen Schlaganfall die Hirnschädigung begrenzen - wenn sie frühzeitig eingesetzt werden. Das "therapeutische Fenster" steht jedoch nur höchstens sechs Stunden offen. Mit der Parole "Zeit ist Hirn" drängen Experten daher auf eine frühe und schnelle Diagnostik. Dabei müssen die Ärzte zunächst klären, ob der Schlaganfall durch eine Ischämie oder eine Blutung verursacht wird. Mit einer CT-Untersuchung konnte bislang im Frühstadium allerdings nur die Blutung ausgeschlossen werden.

Inzwischen schließt die Magnetresonanz-Tomographie (MRT) die diagnostische Lücke: "Mit Hilfe der so genannten Schlaganfall-MRT", erklärt Professor Klaus Sartor von der Abteilung für Neuroradiologie vom Universitätsklinikum Heidelberg http://www.med.uni-heidelberg.de/ "können wir bereits in der entscheidenden Frühphase nicht nur eine Blutung, sondern vor allem die weitaus häufigere Ischämie erkennen. Die CT-Untersuchung wird überflüssig." Die neue Methode, bei der mehrere Verfahren in einer höchstens 20-minütigen Untersuchung miteinander kombiniert werden, leistet noch mehr: Die Ärzte können erkennen, welche Gehirnanteile durch den Sauerstoffmangel schon zu Grunde gegangen sind und welche durch eine Therapie noch gerettet werden können. Nur wenn noch rettbares Gewebe vorhanden ist, profitiert der Patient von einer Behandlung, bei der etwa Blutgerinnsel medikamentös aufgelöst werden. Ebenso erhalten die Ärzte prognostische Hinweise, ob damit zu rechnen ist, dass sich das Infarkt-Areal noch vergrößern wird.

Bei der Perfusions-MRT, einer Untersuchung mit Kontrastmitteln, wird erkennbar, ob Blutfluss und Mikrozirkulation in den Hirngefäßen und feinen Kapillaren beeinträch-tigt sind. Die Diffusions-MRT zeigt das Ausmaß der Zellschädigung, indem die Be-wegung von Wassermolekülen im Gewebe bestimmt wird. Dabei können die Radiologen auch zwischen älteren und akuten Gewebeschäden unterscheiden. Ist der Perfusions-Wert größer als der Diffusions-Wert, gibt es gefährdetes, aber damit noch rettbares Gewebe. Dies belegen neueste Untersuchungen. "Beträgt die Differenz etwa 25 bis 30 Prozent, ist eine Behandlung sinnvoll", so Sartor. Informationen: Prof. Dr. med. Klaus Sartor, E-mail: Klaus_Sartor@med.uni-heidelberg.de (idw) (Ende)
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