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Unger Steel Group
Ansprechpartner: Silvia Schlatte
Tel.: +43 3352 33524-497
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pts20120201010 Bauen/Wohnen, Produkte/Innovationen

Saisonauftakt: Unger realisiert Dachkonstruktion für neues Fußballstadion Essen

Neues Fußballstadion erhält spektakuläre Dachkonstruktion von Unger Steel Group


Essen (pts010/01.02.2012/10:15) - Ankick für den Montagestart war am 23. Jänner 2012. Mit dem Zuschlag für das Fußballstadion Essen erhält die Unger Gruppe den ersten Auftrag aus öffentlicher Hand in Deutschland. Dieses Projekt ist ein architektonisches wie emotionales Prestigewerk mit bedeutsamer Breitenwirkung.

Einst galt die Spielstätte von Rot-Weiss Essen e.V. als modernster Fußballplatz Deutschlands. Bereits in den 1950er sorgte das Fußballstadion für Aufsehen, denn dort wurde 1956 die erste Flutlichtanlage der Republik eingeweiht und die im selben Jahr installierte, komplett überdachte Haupttribüne galt als erste moderne Tribüne Europas und hatte Vorbildfunktion.

Die GVE Grundstücksverwaltung Stadt Essen GmbH sieht sich nun als Auftraggeberin und Bauherrin gefordert, denn der alte Bau ist mittlerweile in die Jahre gekommen und wird durch ein neues imposantes Stadion-Objekt ersetzt, das für Fußballfans wie Besucher die glorreichen Zeiten fortführen und im Glanz der Superlative erstrahlen soll. Ohne den laufenden Spielbetrieb zu stören, wird das spektakuläre Bauvorhaben derzeit realisiert.

Die bisher bestandene Parkplatzknappheit wird durch ein modernes und funktionales Parkkonzept auf einer weit reichenden Fläche von 11.000 m^2 ebenso ersetzt. Ziel ist die Fertigstellung der ersten Bauphase und die Inbetriebnahme des neuen Fußballstadions zum Beginn der Saison 2012/2013. Die umfassende Begeisterung für das neue Stadion setzt schon jetzt spürbar wirkungsstarke Impulse - sowohl für den Verein als auch für alle Prozessbeteiligten sowie für die gesamte Region.

Eindrucksvolles Fachwerkdach mit starker Signalwirkung

Die Generalplaner W+P Gesellschaft für Projektabwicklung GmbH und die Architekten Plan Forward GmbH sorgten dafür, dass das Stadion Essen bereits vor Baubeginn als imponierender wie gefälliger architektonischer Bau galt, der für Aufsehen sorgen wird: Insbesondere die markante Dachkonstruktion der modernen Fußballstätte wird bereits von der Ferne als optischer Eyecatcher gut sichtbar sein und einen deutlichen, visuellen Anreiz schaffen. Das Fachwerkdach läuft an beiden horizontalen Enden spitz aus und gewährleistet so einen nach den statischen Anforderungen optimierten Einsatz des Baustoffes Stahl. Damit wird nicht nur höchste Stabilität und Belastbarkeit gewährleistet sondern auch visuell eine ansprechende, leicht und transparent wirkende sowie zukunftsweisende Optik mit starker, positiver Signalwirkung für den Lieblingssport von Deutschland erzielt.

Deutsch-Österreichische Partnerschaft für den gemeinsamen Erfolg

Deutschland ist Fußballkaiser und das Stadion Essen wird diesem hohen Anspruch sowohl in Konzept als auch Umsetzung gerecht. Österreich punktet in der Fußballwelt weniger im Spiel, kann aber versiertes Know-how in Sachen Stadionbau und Dachkonstruktion einbringen. Die Auftraggeberin GVE Grundstücksverwaltung Stadt Essen GmbH entschied sich für die Unger Steel Group, die durch langjährige Erfahrung und branchenübergreifende Kompetenz überzeugt. So wurde beispielsweise das Wals-Siezenheim-Stadion von der Unger Steel Group in Rekordzeit realisiert. Mit drei Niederlassungen in Deutschland bietet Unger als europäisches Unternehmen mit österreichischen Wurzeln die Nähe und Präsenz, um auch technisch herausfordernde Projekte mit Schnelligkeit und Präzision zu realisieren.

Ankick für die Dachmontage

Unger zeichnet für die gesamte Tragkonstruktion der Stadionüberdachung verantwortlich. Das Stadion erstreckt sich längs auf 338m und quer auf 298m. Allein die benötigte Netto-Dachfläche im Stahlbau beläuft sich auf beachtliche 14.700m^2 mit einer Tonnage von 1.300 im konstruktiven Stahlbau. Diese Tonnenangabe entspricht vergleichsweise der Kuppel des Reichstagsgebäudes in Berlin. Die Montage selbst wird in zwei Phasen durchgeführt. Der Ankick für die erste Montagephase ist mit 23. Jänner 2012 geplant. Von Jänner bis April 2012 werden 1.050 Tonnen Stahl verarbeitet. In der im Frühjahr 2013 folgenden zweiten Montagephase folgen nochmals 250 Tonnen Stahl nach.

Die geplante Fertigstellung der Stahlbauarbeiten ist direkt im Anschluss ebenso mit Frühjahr 2013 angesetzt. Die im Gesamtbild elegant und leicht wirkende Dachkonstruktion besteht aus geschweißten Fachwerken aus drei vorgefertigten Hauptteilen, die vor Ort zu einem 39 Meter langen Bauteil zusammengefügt werden. Das Dachfachwerk wird an die insgesamt 40 Pylonen (Stützen) gehängt. Nach der Montage ragen diese Pylonen eindrucksvolle 27 Meter über das Spielfeld als optisches Highlight weit hinaus und bilden ein weithin sichtbares und markantes Symbol für die Beliebtheit und Zukunftsorientiertheit des deutschen Fußballsports.

Technische Meisterleistung

Im Spitzenfußball wie im anspruchsvollen Stahlbau gilt: Was wie ein leichtes, elegantes Spiel wirkt, ist die gekonnte Meisterleistung aus technischem Know-how und langjähriger Erfahrung.

In der imposanten Dachkonstruktion des Stadion Essen kommen 80 Fachwerkbinder und 50.000 Kilogramm Zugstabsysteme als Abhängungen und Aussteifungsverbände zum Einsatz. Verwendet werden dabei Dachpfetten, also Stahlprofile, von rund 3,5km auf einer Gesamtgrundfläche von 105.800m^2. 3,5km Stahlprofile entsprechen einer Länge von rund 100 LKWs oder beispielsweise 7.000 Fans, die Schulter an Schulter stehen. Ein Fachwerk allein wiegt 11 Tonnen und trägt Belastungen von bis zu beachtlichen 114 Tonnen.

Eine besondere Herausforderung stellt alleine die Logistik der hohen Anzahl von insgesamt 2.000 Bauteilen dar. Die Taktung der Montage bedeutet höchste Präzisionsarbeit und von ihr hängt der planmäßige Ablauf des Bauvorhabens maßgeblich ab. 25.000m^2 Beschichtungsfläche - das entspricht der Oberfläche von 160.250 Fußbällen - sind winterlichen Temperaturen ausgesetzt. Montagearbeiten unter diesen anspruchsvollen Rahmenbedingungen erfordern ein Maximum an logistischer Präzision und ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit aller Beteiligten.

"Die Unger Steel Group investiert von der Planung bis zur Montage der letzten Schraube ca. 32.000 Arbeitsstunden und an der Gesamtleistung arbeiten rund 70 beteiligte Spezialisten. Dabei werden 30.000 Einzelteile in der Werkstatt bearbeitet und an ihrem Bestimmungsort gebracht und montiert. Unger ist hier genau der richtige Partner - aufgrund der jahrzehntelangen Expertise in herausfordernden Projekten haben wir für das Stadion Essen exakt die Erfahrung sowohl in der Planung als auch in der Umsetzung", erklärt Bernd Mühl, Geschäftsbereichsleiter Stahlbau der Unger Steel Group.

Die Dachkonstruktion ist sowohl in ihrer Wirkung einzigartig als auch in der Verwendung äußerst praktikabel. Sie wird so realisiert, dass dafür vorgesehene Flächen von Medien oder Werbepartnern als Ausstellungsfläche oder für Monitore und Technik optimal genutzt werden können. Es sind keine zusätzlichen Masten oder Vorrichtungen vonnöten, um eine optimale Lösung auch in dieser Hinsicht zu bieten.

"Es ist eine Bestätigung für die erprobte Kompetenz und das branchenübergreifende Know-how, dass die Unger Steel Group mit der Dachkonstruktion für das neue Stadion Essen beauftragt wurde. Ich persönlich freue mich über diesen Vertrauensbeweis aus öffentlicher Hand. Als Spezialisten im Stahlbau haben wir mit internationalen Projekten wie der Skipiste in Moskau, dem Doppelhangar Ramstein, dem Snow Dome Bispingen oder aktuell dem neuen Hauptbahnhof in Wien erfolgreich komplexe Großprojekte realisiert. Das Stadion Essen stellt ein architektonisches und aufgrund der hohen Beliebtheit des Fußballs auch emotionales Highlight dar, für das wir von Unger sehr gerne unsere Expertise einbringen", erklärt Eigentümer und Geschäftsführer Josef Unger von der Unger Steel Group.

Information zu den Bauphasen im Stadion Essen - ein Stadion mit Glanzpunkten

Das Stadion entspricht den Vorgaben der Deutschen Fußball Liga für die Bundesliga sowie den Richtlinien des Deutschen Fußball Bundes für die 3. Liga und Regionalliga. Es ist sowohl für den klassischen Spielbetrieb als auch für Veranstaltungen unterschiedlicher Art gedacht. Dass Stadion wird nicht nur zukunftsweisend erscheinen, es ist von den Planern mit insgesamt drei Ausbaustufen auch langfristig in die Zukunft gedacht. In der ersten Ausbauphase handelt es sich um ein sogenanntes Einrangstadion mit 32 Sitzreihen und einer Gesamtkapazität von etwa 20.000 Plätzen, aufgeteilt in ca. 9.000 Stehplätze, 11.000 Sitzplätze und ca. 136 Presseplätze, 1.000 Businessseats und 290 Logensitze. Dieses beachtliche Fassungsvermögen kann in der zweiten Ausbaustufe durch den Bau von Tribünenkurven um weitere 5.500 Plätze erweitert werden. Bei Bedarf wäre in einer dritten Ausbaustufe durch das Aufsetzen eines zweiten Ranges die Gesamtkapazität auf 35.000 erweiterbar. Damit entspricht das Stadion höchsten planerischen und konzeptionellen Ansprüchen und kann mit dem Interesse der Fans und der Nachfrage mitwachsen.

Eine logistische Meisterplanung sorgt in allen Bauphasen dafür, dass der Spielbetrieb im alten Stadion und der Bautrieb am neuen Stadion ungestört über die Bühne gehen können. Während in der ersten Bauphase Warmgebäude und Haupttribüne sowie Hauptzufahrtsstraßen errichtet werden, findet der Spielbetrieb im Georg-Melches-Stadion statt. In der Phase 2 bis 3 geht primär der Bau der Gast- und Gegentribünen mit Unterbau aus Kiosken, Lager und WC Anlagen vonstatten. In der Bauphase 4 und 5 im Jahr 2012 wird die Stahlkonstruktion für das Dach der Haupttribüne und der Gegentribüne mit Dacheindeckung und Außenverkleidung aufgebaut. Anschließend erfolgt die Errichtung des neuen Spielfelds, sodass der Spielbetrieb im neuen Stadion erfolgreich aufgenommen werden kann. In Bauphase 6 entstehen die Heimtribüne mit Unterbau sowie etliche Parkplätze. In Phase 7 und 8 werden wiederum Stahlkonstruktionen für das Dach der Heimtribüne sowie das Dach der Gasttribüne mit Dacheindeckungen und Außenverkleidung aufgebaut.

Über GVE Grundstücksverwaltung Stadt Essen GmbH
Die GVE wurde als Tochter der Stadt Essen gegründet. Seit 2004 betreibt die GVE das Facility Management für die Stadt Essen in der umgebauten Philharmonie. Die GVE versteht sich als Gesellschaft, mit Schwerpunkt im Bereich der speziellen Immobilie, eingebunden in das Netzwerk der öffentlichen Verwaltung und bietet umfassende Dienstleistungen für die Stadt und damit auch für die Bürgerinnen und Bürger. http://www.stadion-essen.de | http://www.gve-essen.de

Über die Unger Steel Group
Die Unger Steel Group zählt als österreichische Unternehmensgruppe in der ausführenden Bauindustrie zu den führenden und international erfolgreichsten Industriebetrieben Europas. Neben der strategischen Zentrale in Österreich bieten rund 20 eigene Niederlassungen in Zentral- und Osteuropa sowie im Nahen Osten regionalen Zugang zu sämtlichen Leistungen der Unger Gruppe. Die Gesamtkapazität innerhalb der Gruppe beträgt 70.000 Tonnen jährlich, die Produktionsfläche in der Zentrale Oberwart umfasst 30.000m^2, die Produktionsfläche in der zweiten Produktionsstätte Sharjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten 32.500m^2. Der Exportanteil beträgt 72%. Das 1952 gegründete Unternehmen im Familienbesitz verfügt über eine erstklassige Bonität. Im Geschäftsjahr 2011 erwirtschaftete die Gruppe mit rund 1.200 Mitarbeitern einen Umsatz von 215 Millionen Euro. Europaweit ist die Unger Steel Group die Nummer eins im Stahlbau. http://www.ungersteel.com

Unger in Deutschland
Die Unger Steel Group hat Niederlassungen in Düsseldorf, München und Berlin.

Für weitere Informationen stehen gerne zur Verfügung:
Silvia Schlatte , Unger Steel Group,
Tel.: +43 3352 33524-497, eMail: silvia.schlatte@ungersteel.com, http://www.ungersteel.com

Markus Kunze, GVE Grundstücksverwaltung Stadt Essen GmbH
Tel.: +49-(0)201-888 09 10, eMail: Markus.Kunze gve.essen.de, http://www.gve-essen.de

(Ende)
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