pte20000403012 in Forschung
SAGAS schnüffelt in Gefahrenzonen
Elektronische Nase überwacht chemische Prozesse
Karlsruhe (pte012/03.04.2000/11:30)
Das Forschungszentrum Karlsruhe (FZK) hat eine elektronische Hochleistungs-Nase entwickelt. Elektronische Nasen können in komplexen Stoffgemischen einzelne Bestandteile erkennen. Ihr Einsatzbereich ist deshalb riesig: von der Prozesssteuerung in der chemischen Industrie bis zur Überwachung von Erdgasbohrstellen. Bisher waren die Kosten solcher Systeme für einen breiten Einsatz allerdings zu hoch, die Geräte oft zu unflexibel. Die im FZK entwickelte elektronische Nase ist dagegen preiswert und kann den unterschiedlichsten Anforderungen leicht angepasst werden. http://www.fzk.de/FZK2/aktuelles/presse/2000/PI12_2000.htmlEine wünschenswerte kontinuierliche Überwachung chemischer Prozesse scheiterte bisher oft an langen Analysezeiten oder zu hohen Kosten. SAGAS, eine im Forschungszentrum entwickelte elektronische Nase, löst diese Probleme: Sekundenschnell können in einem Gasgemisch verschiedene organische Substanzen zuverlässig unterschieden werden. In einem explosionsgeschützten Industriebereich hat sich das Verfahren nun auch in großtechnischem Maßstab bewährt.
Im Rahmen eines Projektes mit der chemischen Industrie wurde ein Anwendungsgebiet gewählt, bei dem eine schnelle quantitative Gasanalyse benötigt wird: die Online-Kontrolle einer präparativen Hochdruck-Flüssigkeits-Chromatographie (HPLC), einer Methode, die der Trennung verschiedener Syntheseprodukte dient. Hierfür ist die gezielte Mischung verschiedener Lösungsmittel erforderlich. Fehler aufgrund verwechselter Ausgangssubstanzen oder falscher Mischungsverhältnisse verursachen hier hohe Kosten.
Durch den Einsatz von SAGAS konnten diese Fehler frühzeitig erkannt und vermieden werden. Die elektronische Nase wurde für den Einsatz in dem explosionsgeschützten Industriebereich zusammen mit dem Lizenzpartner des Forschungszentrums, der Firma Bürkert GmbH, Großröhrsdorf, für diese kritische Anwendung umgerüstet. Das System ist nach erfolgreichem Test inzwischen in den Routinebetrieb des Chemieunternehmens integriert. (FZK) (Ende)
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