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pte20000513018 in Leben

Röntgenteleskop Chandra zeigt Schockwelle nach Supernova

Gaswolke wird auf zehn Mio. Grad Celsius erhitzt


Houston (pte018/13.05.2000/18:31)

Mit dem Röntgensatelliten Chandra der NASA http://www.nasa.gov konnte ein Team amerikanischer Wissenschafter erstmals die Auswirkungen einer Schockwelle nach einer Supernova beobachten. Die von Chandra zur Erde gefunkten Bilder von der Supernova 1987A (SN 1987A) zeigen, wie eine Schockwelle mit einer Geschwindigkeit von 4.500 Kilometer pro Sekunde auf eine ringförmige Materiewolke trifft und diese bis auf zehn Mio. Grad Celsius erhitzt.

Die Supernova 1987A (SN 1987A) wurde am 24. Februar 1987 erstmals beobachtet. Es war die erste von der Erde sichtbare Supernova seit 400 Jahren. Als Wissenschafter SN 1987A vor kurzem mit dem Hubbleteleskop beobachteten, fanden sie mehrere, sich ausbreitende, helle Flecken in einer ringförmigen Gaswolke. Diese ringförmige Gaswolke war bereits vor mehreren tausend Jahren, bevor der Stern explodierte, abgestoßen worden. Dort, wo die Gaswolke von der Schockwelle getroffen wird, beginnt sie zu leuchten. Das Gas an der Rückseite der Wellen hat eine Temperatur von mehr als zehn Mio. Grad und ist nur mit einem Röntgenteleskop sichtbar.

"Mit Hubble hörten wir das Pfeifen vom herankommenden Zug. Mit Chandra sehen wir den Zug selbst", meinte David Burrows von der Universität von Pensylvania, Leiter des wissenschaftlichen Teams, das die Daten von Chandra über SN 1987A analysiert. Nach den ersten Erkenntnissen bestätigen die Beobachtungen die vom Team entwickelten Modelle über Supernoven. Nach dem Modell wird zuerst eine Schockwelle ausgelöst, bevor die Trümmer der Explosion ins All geschleudert wurden. Wenn diese Schockwelle auf Material trifft, das außerhalb des eigentlichen Explosionspunktes lag, wird dieses Material auf mehrere Mio. Grad erhitzt.

Vergleiche mit früheren Aufnahmen von SN 1987A zeigen, dass die Schockwelle zur Zeit dabei ist, in diesen Ring einzudringen. In den nächsten Jahren wird die Schockwelle immer mehr Material aufleuchten lassen, während eine zweite, nach innen reflektierte Welle das Material der Explosion selbst sichtbar machen wird. "Die Supernova erhellt ihre eigene Vergangenheit", meint dazu Teammitglied Richard McCray von der Universitaät von Colorado. Vor seinem spektakulären Ende war SN 1987A ein Blauer Riese mit der 20fachen Masse der Sonne. Er befand in der großen Magellan´schen Wolke und war 163.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. (bbc)

Für weitere Informationen siehe auch: http://www.nasa.gov/today/index.html#chandra_supernova (Ende)
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