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pte20000626003 in Forschung

Roboterhand soll Astronauten helfen

Verfügt über Funktionen der menschlichen Hand


Houston/Texas (pte003/26.06.2000/08:45)

Eine Roboterhand, die eine Pinzette bedienen und etwa zehn Kilogramm heben kann, soll Astronauten künftig "unter die Arme greifen". Im Johnson Space Center der NASA http://www.jsc.nasa.gov/ entwickeln Forscher eine der menschlichen Hand sehr ähnlichen Hilfe weiter. Ein ganzer Roboter soll daraus entstehen. Entwickler Chris Lovchik sagt: "Eines Tages kann man dem Roboter einen Werkzeugkasten in die Hand drücken und ihn rausschicken", sagt Lovchik. http://www.sciencedaily.com/releases/2000/06/000614075206.htm

Zwei Hände, Arme und ein Kopf mit Kameras als Augen sollen für die Astronauten sehen und zugreifen. Chris Lovchik und Ron Diftler entwickeln seit etwa drei Jahren Hände, Handgelenke und Arme für den Roboter. Der Mensch war aus mehreren Gründen Vorbild für die Maschine: Der Roboter soll alle Einrichtungen, die den Astronauten bei ihrem Raumspaziergang helfen, ebenfalls nutzen können. Für die Hand hat das dem Menschen nachempfundene Funktionieren einen Vorteil - er kennt es schon aus Jahren des eigenen Gebrauchs und muss sich nicht an eine neue Funktionsweise gewöhnen. http://www.jsc.nasa.gov/pao/media/rel/2000/J00-36.html

Das derzeitige Handmodell kennt zwölf unterschiedliche, kontrollierte Bewegungen. "Stellen sie es sich als in zwei Teile unterteilt vor", sagt Lovchik. Die ersten beiden Finger und der Daumen haben drei Freiheitsgrade. Sie können sich öffnen, schließen und spreizen - wie menschliche Finger. Die beiden anderen Finger sind nur zum Greifen da, sie kennen nur die Öffnen- und Schließbewegung. Die Handfläche kann sich beim Greifen zusammenziehen und so unterstützen. Ganz so ausgefeilt wie menschliche Hände sind die Geräte allerdings nicht. "Wir mussten Kompromisse finden", sagt Lovchik.

Funktionalität und Robustheit kamen ins Spiel. Die Hände müssen mit verschiedenen Geräten hantieren können und außerdem das raue Klima im Weltraum überstehen. Außerdem musste das Ganze kompakt und nicht allzu groß sein. Jetzt wiegt die Hand samt Unterarm etwa zweieinhalb Kilogramm. Die Elle misst rund 20 Zentimeter und verfügt über 14 elektrische Motoren sowie 13 Schaltkreisanordnungen. 42 Sensoren geben Aufschluss über Ort und Schnelligkeit der Handteile. Taktile Sensoren, die der Hand Gefühle verleihen, sind in Planung.

Die Roboterhände finden wahrscheinlich auch auf der Erde Anwendung. In für menschliche Hände gefährlichen Situationen wie in Atomkraftwerken oder chemischen Fabriken könnten sie den Menschen das Greifen abnehmen. Auch Prothesenhersteller haben schon Interesse signalisiert. (wsa/Sciencedaily) (Ende)
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