pte20000203012 in Forschung
Roboteraffe schwingt sich von Ast zu Ast
"Robo-monkey" lernt aus Fehlern
Nagoya City (pte012/03.02.2000/11:00)
Wissenschaftler der japanischen Nagoya University haben den sogenannten Robo-monkey entwickelt. http://www.nagoya-u.ac.jp/ENGLISH/index.html Bei diesem Roboteraffen handelt es sich um einen Vertreter jener neuen Generation von Maschinen, die bereits mit künstlicher Intelligenz arbeiten. Robo-monkey lernt aus seinen Erfahrungen und entwickelt ein entsprechendes Verhalten. Dieser Roboter soll sich wie tierische Affen von Ast zu Ast, von Sprosse zu Sprosse einer horizontal aufgebauten Leiter schwingen. Seine menschlichen Lehrer unter der Leitung von Toshio Fukuda haben ihm einige Gleichungen für das Schwingen und die Abstände zwischen den Leitersprossen vorgegeben. Den Rest muss Robo-monkey selbst erledigen. Schafft er es nicht eine Sprosse zu erreichen, muss er herausfinden, warum es nicht funktioniert hat und es wieder versuchen. http://www.mein.nagoya-u.ac.jp/activity/index.htmlMit seinen Beinen leitet Robo-monkey die schwierige Pendelbewegung ein, die ihm ermöglichen soll, nach der ersten Sprosse zu greifen. Farbige Bälle an seinen Gliedmaßen kombiniert mit einem Stereosehvermögen informieren den Roboter darüber, wo sich seine Arme befinden. Diese Daten werden sechzig Mal in der Sekunde auf den neuesten Stand gebracht, um die Echtzeitinformationen zu liefern, die für das Schwingen notwendig sind. 14 Motoren kontrollieren einen voll ausgeformten Körper, der von einem Computerhirn gesteuert wird. Obwohl das Schwingen von Ast zu Ast für Roboter des 21. Jahrhunderts nicht Standard werden dürfte, werden die Erfahrungen aus diesem Experiment sicher einen Beitrag zum Entstehen von Maschinen leisten, die interaktiver und selbstständiger sind. Weitere Informationen finden sich unter http://www.bbc.co.uk/tw (bbcnews) (Ende)
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