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pte20000331021 in Forschung

Roboter verhindert Kollisionen

Software imitiert Gehirn von Heuschrecken


Zürich/Newcastle (pte021/31.03.2000/11:30)

Britische und schweizer Wissenschaftler haben ein neuartigen Ansatz für Anti-Chrash-Systeme von Autos entwickelt. Sie haben einen Roboter gebaut, der näherkommenden Objekten ausweichen kann. Neu ist die Software, die Fähigkeiten des Gehirns von Heuschrecken gezielt imitiert. Insekten sind trotz ihrer schlechten Sehkraft und eher einfach konstruierten Gehirnen sehr gut in der Lage Hindernissen auszuweichen. Der Schlüssel zu diesen Fähigkeiten ist ein großes Neuron, das hinter jedem der Insektenaugen liegt. Dieses Neuron soll es den Insekten ermöglichen, auch während des Fluges noch Kurskorrekturen vorzunehmen. Der kleine, dreirädrige Roboter verfügt über eine Kamera mit einer Ausflösung von 20 mal 20 Pixel. In 91 Prozent der Fällen gelang es dem Roboter auch bei sehr kurzen Reaktionszeiten auszuweichen.

Die Neurobiologin Claire Rind von der University of Newcastle http://www.ncl.ac.uk erklärt, dass der entscheidende Vorteil des neuen Systems darin liege, dass Objekte auf Kollisionskurs als solche erkannt werden können. Um die Arbeitsweise des Heuschrecken-Neurons kennenzulernen zeigte Rind Insekten Szenen aus Star Wars. Gemeinsam mit Mark Blanchard und Paul Verschure vom Züricher Institute of Neuroinformatics http://www.ini.unizh.ch wurde dann der Roboter gebaut. Wie bei der Heuschrecke werden die wahrgenommenen Signale der Fotorezeptoren einer Vorüberprüfung unterzogen, bevor sie an die Bewegungssteuerung des Roboters weitergegeben werden. Mark Blanchard argumentiert, dass herkömmliche Ansätze zur Kollisionsvermeidung zu leicht durch verirrte Sinale irritiert werden. "Die meisten biologischen Systeme können sehen, daher sollten auch Maschinen selbst Informationen sammeln können." (newscientist) (Ende)
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