pte20000609008 in Leben
Roboter trainiert Schlaganfall-Patienten
Krankengymnastik mit MIT-Manus
Cambridge/ Massachusetts (pte008/09.06.2000/10:15)
Ein Roboter soll am Krankenbett die Bewegungsfähigkeit nach einem Schlaganfall deutlich verbessern helfen. Nach einem Schlaganfall hat ein Großteil der Betroffenen Probleme mit dem Sprechen, der Erinnerung oder mit Bewegungen. Der Roboter namens "MIT-Manus" konzentriert sich auf die Armbewegungen, die manche Patienten erst wieder erlernen müssen. Weitere Roboter für die Therapie der Beine und Handgelenke sind derzeit im Entwicklungsstadium. http://web.mit.edu/newsoffice/tt/2000/jun07/manus.htmlDer Patient legt seinen betroffenen Arm in eine Manschette am Arm des Roboters. Ein Bildschirm fordert ihn zu bestimmten Bewegungen auf. Ist der Patient dazu nicht in der Lage, so führt "MIT-Manus" vorsichtig den Arm. Beginnt der Mensch aber selbstständig mit der Bewegung, so unterstützt der Roboter nur, soweit notwendig.
Rund eine Stunde täglich übten die Studienteilnehmer mit dem Roboter zusätzlich zur herkömmlichen Therapie. In einer Studie mit 56 Patienten zeigten jene, die mit einem speziellen Roboter Armübungen gemacht hatten, deutlich mehr Fortschritte als die Vergleichsgruppe. Auch waren sie insgesamt etwas zufriedener und leistungsfähiger, berichtet das Team um Professor Neville Hogan vom Massachusetts Institute of Technology (MIT).
Den Patienten hätte die Roboter-Therapie zwar gefallen, so die Forscher - doch auf einem Fragebogen vor die Wahl gestellt, ob sie lieber nur mit einem Menschen oder nur mit einem Roboter arbeiten wollten, wählten sie ausnahmslos den menschlichen Therapeuten. Informationen: Elizabeth Thomson, E-Mail: thomson@mit.edu (EurekAlert) (Ende)
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