pte20000720028 in Forschung
Rettung für verlorene Daten
Rekonstruktion von Kassetten, Video-Bändern, Disketten oder Kreditkarten möglich
Washington/Gaithersburg (pte028/20.07.2000/14:13)
Forscher der US-amerikanischen Institute NIST (National Institute of Standards and Technology) und NTIA (National Telecommunications and Information Administration) http://www.ntia.doc.gov/ haben eine neue Methode entwickelt, mit der sich beschädigte oder manipulierte Daten magnetischer Speichermedien wiederherstellen lassen. Die SH-MRM (Second Harmonic Magneto-Resistive Microscopy) genannte Technologie nutzt dieselben hochauflösenden magnetischen Sensoren, die für moderne Computer-Festplatten entwickelt wurden. http://www.nist.gov/public_affairs/releases/g00-108.htmDie mikroskopischen magnetischen Felder entlang der beschädigten oder verzerrten Spuren werden durch diese Sensoren erfasst und können dadurch die ursprünglichen Signale rekonstruieren. Außerdem ist es möglich, den Prozess und die Geschichte der Daten-Aufzeichnung nachzuvollziehen.
Die Technik hat sich bei der Rekonstruktion des Inhalts von Flugschreibern bereits erfolgreich in der Praxis bewährt. Auch das FBI habe die SH-MRM-Technik bereits zur Beweisaufnahme genutzt. Sie lässt sich bei verschiedenen Datenträgern einsetzen. Audio-Kassetten, Video-Bänder, Kreditkarten, Disketten oder auch Flugschreiber speichern Informationen auf kleinen magnetischen Spuren. Wurden diese Datenträger beschädigt oder absichtlich manipuliert, fällt es schwer, die gespeicherten Informationen zu rekonstruieren. SH-MRM hingegen ermögliche eine genauere Rekonstruktion analoger und digitaler Daten von zerstückelten Bändern oder anderen Speichermedien, so David Pappas vom NIST und Steve Voran vom NTIA. (tecchannel) (Ende)
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